Vorsicht vor den Grippe-Viren

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Traunstein - Schnupfen, Kopfweh, Betthüten: Eine neue Grippewelle ist im Anmarsch. Besonders ältere Menschen können gefährdet sein.

Im Gesundheitsamt Traunstein häufen sich zurzeit die Meldungen über Grippeerkrankungen. Dabei handelt es sich in erster Linie um den Erreger der Influenza A. Diese Erkenntnis deckt sich mit den Erfahrungen der umliegenden Gesundheitsämter.

Die echte Grippe ist, im Gegensatz zur einfachen Erkältung, nach Angaben des Leiters des Gesundheitsamtes Traunstein, Dr. Franz Heigenhauser, eine ernsthafte Erkrankung. Insbesondere für ältere Menschen bzw. für Personen mit einer bestehenden Grunderkrankung kann es aufgrund einer sich draufsattelnden bakteriellen Infektion zu einer ernsthaften gesundheitlichen Gefahr kommen.

In einer durchschnittlichen Grippesaison kommt es in Deutschland zu rund drei Millionen zusätzlichen Arztbesuchen, ca. 15000 zusätzlichen Krankenhauseinweisungen und leider auch zu etwa 10000 zusätzlichen Todesfällen. Da es im Herbst, dem idealen Zeitpunkt für eine Grippeschutzimpfung, Probleme mit dem Impfstoff gab, haben sich weniger Menschen impfen lassen als sonst. Die Frage, ob eine Grippeschutzimpfung bei einer anrollenden Grippewelle noch sinnvoll ist, ist fachlich umstritten. Nicht umstritten sind jedoch nach Aussage von Dr. Heigenhauser einige vorbeugende Verhaltensmaßnahmen.

Für die von der trockenen Heizungsluft malträtierten Schleimhäute ist die feuchte Wärme der Sauna ein „Gesundbrunnen.“ Gut durchblutet können sie die Grippeviren besser abhalten, in den Körper einzudringen. Geradezu ideal ist die Kombination aus Sauna und Kaltwassergüssen nach Pfarrer Kneipp. Die Temperaturschwankungen stimulieren das Immunsystem. Häufiges Durchlüften der beheizten Räume ist ebenfalls „Balsam“ für die Schleimhäute. Da sich das Immunsystem nur im Schlaf vom Tagesstress regeneriert, ist ausreichend Schlaf eine wichtige Präventionsmaßnahme.

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen werden Erkältungs- bzw. Grippeviren wesentlich häufiger als angenommen durch die Hände übertragen. Beim Niesen oder Husten gelangen sie auf die Handflächen und können von dort - wenn nicht abgewaschen - durch Schmierinfektion übertragen werden. Deshalb sind häufiges Händewaschen, das Husten in ein Einmaltaschentuch bzw. in die Ellenbeuge sowie die Reduzierung des Händeschüttelns auf ein Minimum einfache, aber effektive Präventionsmaßnahmen. Sollte jemanden die echte Grippe „erwischt“ haben , rät Dr. Heigenhauser zum umgehenden Hausarztbesuch. da die verfügbaren Grippemedikamente ihre Hauptwirkung am Anfang der Erkrankung entfalten. Deutliche Hinweise für eine echte Grippe sind plötzlich einsetzendes Fieber mit Gliederschmerzen.

Pressemeldung Landratsamt Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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