Im Notfall gut vorbereitet

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Sie waren die letzten Sanitäter die 2012 ihre Ausbildung beim Roten Kreuz in Traunstein absolviert haben. Mit dabei sind die Mitglieder der Jugendrotkreuz-Gruppe „Notfalldarstellung“, die als Mimen für die praktischen Übungen fungierten. Im Vordergrund die Gruppe der Ausbilder Wolfi Rödel (Zweiter von links vorne, daneben Sven Johann und Rosi Rudholzner sowie Christian Hegenauer (liegend).

Traunstein - Eine sehr positive Bilanz kann das Rote Kreuz ziehen. Über 2000 Teilnehmer absolvierten im vergangenen Jahr einen Erste-Hilfe-Kurs und können jetzt im Notfall helfen:

„Hilfe, Hilfe, so helft mir doch!“ Die Schreie kommen aus der Küche und als die Rotkreuz-Sanitäter die Türe öffnen, stehen sie einem Mann mit wirren Haaren, durchlöchertem T-Shirt und großen Brandblasen an Händen und Armen gegenüber. Auf den ersten Blick scheint es sich hier um einen Notfall mit schweren Brandverletzungen zu handeln, doch die Situation ist nur „gespielt“. Die Gruppe von Rotkreuzlern befindet sich mitten in einer Sanitätsausbildung, in der neben der Theorie auch viel Praxis geübt wird. Der Traunsteiner Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) bietet neben den Sanitätskursen eine sehr breite Palette an Ausbildungen an, in denen die Erste Hilfe im Mittelpunkt steht.

Als die Gruppe von Sanitätern den Mann mit seinen Brandwunden versorgt, werden sie genau von Prüfern beobachtet, die im Hintergrund stehen. Als der „Verletzte“ versorgt ist und die Brandblasen gekühlt sind, gibt es lobende Worte. „Ihr habt an alles gedacht, was in so einem Fall nötig ist“, urteilt Rosi Rudholzner, die BRK-Leiterin der Sanitätskurse. Bei dieser Ausbildung ist es ihr wichtig, den künftigen Sanitätern Sicherheit zu geben, mit der sie dann später die verschiedenen Nofallsituationen meistern können.

Die meisten von ihnen sind Mitglieder von Rotkreuz-Bereitschaften, Wasserwachten oder Feuerwehren. Sie wollen künftig mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz etwa die vielen verschiedenen Sanitätsdienste unterstützen. Dazu zählen Stefan und Clarissa, beide Mitglieder der Wasserwacht Tengling-Törring. Nachdem sie Prüfung bestanden hatten waren sie begeistert: „Vor allem die Praxisbeispiele waren toll. Die Mimen haben wie echte Verletzte ausgesehen und auch so gespielt - für uns eine Superübung.“ Unterstützt werden die Kurse von der Jugendrotkreuz-Gruppe „Notfall-Darstellung“, die sich viel Mühe gibt, verschiedene Notfallsituationen so realistisch wie möglich mit geschminkten Wunden und schauspielerischem Talent darzustellen. An die 50 ehrenamtlichen Sanitäter bildet der Traunsteiner Rotkreuz- Kreisverband pro Jahr aus, die zum Abschluss ihrer Ausbildung eine Prüfung in Theorie und Praxis ablegen.

Im Mittelpunkt der Rotkreuz-Ausbildung steht die Erste Hilfe:

In etwa 400 Kursen mit über 2000 Anmeldungen lernten die Teilnehmer die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die stabile Seitenlage, den Umgang mit Wunden und deren Versorgung, bedrohliche Blutungen, Schock, Knochenbrüche, Verbrennungen, Vergiftungen, Unterkühlung und Erfrierung sowie den richtigen Notruf über die 112. Zudem zeigten die Ausbilder in allen Kursen den Umgang mit einem Frühdefibrillator.

Daneben hat der Traunsteiner Rotkreuz- Kreisverband mit seinen fast 40 Ausbildern viele Spezialkurse angeboten, wie etwa für Lehrer, Arztpraxen, Apotheken, Firmen, Vereine und Forstbetriebe. Um das Hobby sicherer zu machen, gibt es daneben Kurse

für Motorradfahrer und Sportgruppen, wie Wanderer, Bergsteiger und Mountainbike- Fahrer. Betriebe, die einen Frühdefibrillator besitzen, konnten ihre Angestellten intensiv für den Gebrauch des Geräts schulen lassen.

Über 300 Eltern, Großeltern und Betreuer besuchten die „Erste Hilfe am Kind“. Hier demonstrierten die Ausbilder, wie man mit Säuglingen, Klein- und Schulkindern im Notfall umgeht und wie Erwachsene unnötige Gefahren mit den Kleinen vermeiden können.

Nach dem Motto „Früh übt sich...“ gab es auch für Kinder Kurse, die den Kleinen Erste Hilfe spielerisch nahe bringen. Rotkreuz-Ausbilder haben in diesem Jahr Kindergärten und Schulen besucht und hier mit den Kindern Notruf, Verbände und stabile Seitenlage geübt.

Informationen über das Rotkreuz- Ausbildungsprogramm für das kommende Jahr gibt es auf der Internetseite des Traunsteiner BRK-Kreisverbandes unter www.brk- traunstein.de und unter der Telefonnummer 0861 98973 28.

Pressemitteilung BRK Traunstein

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