Landkreis mit Spitzenwert bei Blutspenden

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Fast unscheinbar wirkt der kleine Blutbeutel, der einen halben Liter der kostbaren Körperflüssigkeit fasst, wenn die Blutspende beendet ist. Mit Hilfe des kleinen roten Balls, den der Spender immer wieder drückt, fließt das Blut gleichmäßig in die Konserve.

Landkreis - Ohne Blutspenden ist die Medizin kaum mehr vorstellbar. Im Landkreis wurde mit 11.300 Konserven in ganz Oberbayern ein Spitzenwert geholt. Palling lag ganz weit vorne.

Die heutige Medizin ist ohne Blutspenden praktisch nicht vorstellbar, denn das meiste Spenderblut wird benötigt, um Krebspatienten zu versorgen. Mit 11 300 Konserven hat der Traunsteiner Landkreis einen wichtigen Teil dazu beigetragen und liegt damit wieder an der Spitze in Oberbayern. Diese stolze Zahl übertrumpft das Vorjahresergebnis und zeigt die unverminderte Bereitschaft vieler treuer Spender, ihr Blut für andere zu geben. Auch der Blick in die Zukunft ist voller Hoffnung, denn mit über 700 Erstspendern ist auch der „Nachwuchs“ gesichert.

Der Blick in die Statistik des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) zeigt eine Tendenz, die seit Jahren anhält: Wieder ist Palling mit 619 Spendern Spitzenreiter: Über 18 Prozent der Gemeindebürger lassen sich „pieksen“. Auch mit 32 Erstspendern liegt die kleine Gemeinde an erster Stelle – sie stehen immerhin für knapp ein Prozent aller Pallinger. Bei den gesammelten Blutkonserven liegt Kirchanschöring und Fridolfing auf den folgenden Rängen. Schlusslichter sind Grabenstätt – hier gab es auch am wenigsten Erstspender – sowie Übersee und Chieming.

736 Erstspender

Wichtig sind die Erstspender, also die das erste Mal den „Aderlass“ wagen. Hier führen die Gemeinden Palling, Übersee, Kirchanschöring und Waging. Am wenigsten konnte der Aufruf zur Blutspende in Grabenstätt, Chieming und Unterwössen Neulinge locken. Insgesamt legten sich 736 Spender zum ersten Mal auf eine der Liegen des Rotkreuz-Blutspendedienstes und beobachteten, wie 500 Milliliter ihres Blutes in einem kleinen Beutel aufgefangen werden. Robert Schneider vom Blutspendedienst München ist von den Zahlen begeistert. „Wir hatten lange Zeit damit zu kämpfen, dass es zu wenig Erstspender gab. Das war ein großes Problem, da die treuen, älteren Spender aus Altersgründen ausscheiden.“

Wertvolle Blutgruppen

Drastisch steigt dagegen der Bedarf: Täglich sind 2500 Konserven in Bayern nötig, um die Kliniken und Praxen in Bayern mit den nötigen Blutkonserven zu versorgen. Ein Großteil des Spenderblutes wird für Operationen und für die Therapiebehandlung von Leukämie-Erkrankten benötigt. „Dabei ist die Blutgruppe 0 negativ für den BRK-Blutspendedienst besonders wertvoll“, erklärt Robert Schneider, „da ihre Konserven unter anderem das „Notfallblut“ sind, also im Notfall immer genommen werden kann, da es jeder Verletzte verträgt.“

Auch die Blutgruppen A und 0 sind begehrt, da sie am häufigsten in der Bevölkerung vertreten sind, und damit am meisten benötigt werden. Das gesammelte Blut wird umgehend mit einem Kühlwagen in ein Münchener Labor transportiert und dort weiterverarbeitet. Das Rote Kreuz stellt rund 80 Prozent der Blutversorgung in Deutschland sicher und hat entsprechende Vorräte für Notfälle und Katastrophen. „Der Bedarf steigt ständig, bedingt durch immer mehr Patienten und mehr medizinische Eingriffe,“ erläutert BRK-Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer. „Deshalb hoffen wir weiterhin auf steigende Tendenz der Spenderzahlen.“

Und es sieht günstig aus: Nach den ersten 12 Blutspendeterminenim Januar transportierte der Kühlwagen des Blutspendedienstes bereits knapp 1300 Blutbeutel nach München...

Nächste Möglichkeit zur Blutspende:

Die nächsten Termine zur Blutspende sind im März am 1. und 4. in Traunreut, am 6. in Kirchanschöring, am 11. in Grabenstätt, am 20. in Tittmoning, am 21. in Seeon, sowie am 25. und 26. in Traunstein.

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz

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