CHG spitze bei "Jugend forscht"

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Das Team Physik ...

Traunstein/Ottobrunn - Schüler des Chiemgau-Gymnasiums in Traunstein schnitten bei Jugend forscht gut ab: Sie sicherten sich die Plätze eins und zwei.

„Bring frischen Wind in die Wissenschaften“ – Unter diesem Motto wagten viele Jungforscherinnen und Jungforscher aus Oberbayern das Abenteuer Wissenschaft und präsentierten ihre Forschungsarbeiten beim Regionalentscheid von „Jugend forscht / Schüler experimentieren“ am EADS-Standort Ottobrunn.

Mit dem Regionalsieg in der Sparte „Schüler experimentieren“ / Physik waren Agnes und Barbara Stockinger sowie Felix Weiß aus der achten bzw. sechsten Klasse des Traunsteiner Chiemgau-Gymnasiums besonders erfolgreich. Die Schüler stellten sich die Frage, warum unterschiedlich geformte Steine verschieden schnell sinken. Sie setzten sich zum Ziel, den Einfluss der Form eines Körpers auf dessen Sinkgeschwindigkeit genauer zu untersuchen. Dazu entwickelten und bauten die Nachwuchswissenschaftler eine spezielle „Sinkröhre“ aus Plexiglas, mit deren Hilfe sie über zwei Lichtschranken die Sinkdauer bzw. Sinkgeschwindigkeit ermitteln konnten. Große Unterstützung erfuhren die Schüler durch Firma Heidenhain, die freundlicherweise diverse speziell auf die Versuchsanordnung abgestimmte Körper aus Aluminium fräste. Darüber hinaus stellte die Gruppe auch Würfel aus Materialien mit unterschiedlicher Dichte selbst her, um auch diese Einflüsse genau untersuchen zu können. Durch die Versuchsreihen konnten beispielsweise die cW-Werte (Strömungswiderstandswerte) verschiedener geometrischer Körper bestimmt werden. Ein zentrales Ergebnis war, dass die sog. „Viskosität“ einer Flüssigkeit eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Interessanterweise werden ähnliche Versuche z. B. auch bei EADS durchgeführt, wobei hier der Schwerpunkt auf dem Strömungsverhalten der Körper liegt, wie Firmenmitarbeiter erläuterten. Die Jury war von der Leistung der Jungforscher beeindruckt und belohnte sie mit dem Regionalsieg, der zur Teilnahme an der nächsten Runde des Wettbewerbs berechtigt. Am 2. und 3. Mai werden Agnes, Barbara und Felix zusammen mit ihrem Betreuungslehrer Michael Götzinger zum bayerischen Landesentscheid nach Dingolfing fahren.

... und das Team Technik.

Einen ausgezeichneten 2. Platz belegten die Achtklässlerinnen Theresa Bartschmid und Regine Grandl mit ihrem ebenfalls von Michael Götzinger betreuten Projekt zur Entwicklung eines Nachtsichtgeräts. Durch den Umbau einer Webcam und die Fertigung einer Taschenlampe, die mit Infrarot-Leuchtdioden arbeitet, gelang es den beiden Schülerinnen, Gegenstände in einem für das menschliche Auge völlig dunklen Raum sichtbar zu machen bzw. zu fotografieren. Außerdem untersuchten sie das Absorptionsverhalten verschiedener Flüssigkeiten im infraroten Spektralbereich. Verblüffend ist hier beispielsweise das Ergebnis, dass Rotwein oder Cola für Infrarotstrahlung völlig durchsichtig werden. Die umfassende und strukturierte Darstellung des Projekts überzeugte die Jury, welche die Nachwuchswissenschaftlerinnen mit einem 2. Preis in der Sparte „Schüler experimentieren“ / Technik auszeichnete.

Markus Gnad/Chiemgau-Gymnasium

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