Schockanruf: Rentnerin bezahlt hohe Summe

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Traunstein - Weil ihr Sohn angeblich einen Unfall verursacht habe, wurde eine Rentnerin um einen Batzen Geld gebracht. Ein vermeintlicher Anwalt knöpfte es ihr mit einem Schockanruf ab:

Am Donnerstag, 4. April, wurde eine 72-jährige Traunsteinerin um einen erheblichen Bargeldbetrag gebracht, als sie auf eine angebliche Notlage ihres Sohnes einging. Im Landkreis Rosenheim verlief die selbe Masche für die Täter ohne Erfolg.

Eine 72-jährige Traunsteinerin aus dem russischsprachigen Raum erhielt am Donnerstagnachmittag einen Anruf eines angeblichen Anwaltes, der vortäuschte, dass der Sohn der Traunsteinerin bei einem Verkehrsunfall ein Mädchen angefahren habe. Für Behandlungskosten und Schmerzensgeld würde ein erheblicher Bargeldbetrag benötigt und der Rentnerin die Abwicklung der Angelegenheit angeboten. Ein Mittäter des angeblichen Anwaltes nahm noch während des Telefonates persönlich Kontakt mit der Traunsteinerin auf und ließ sich einen erheblichen Bargeldbetrag übergeben.

Kurz nach der Übergabe des Geldes erkundigte sich die 72-Jährige bei ihrem Sohn, von dem sie erfuhr, dass sowohl der Verkehrsunfall, als auch die vermeintliche Notlage fingiert waren.

Die Ermittlungen wurden durch die Kriminalpolizei Traunstein übernommen. Auch im Landkreis Rosenheim wurde in drei Fällen versucht, russischstämmige Personen mit Schockanrufen um ihr Erspartes zu bringen. Die angerufenen Personen in Prien und Rosenheim waren jedoch durch die Berichterstattung der vergangenen Wochen sensibilisiert und gingen auf die Forderungen der Täter nicht ein.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor den Betrügereien:

Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen!

  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis!
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache!
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
  • Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt!
  • Warnen Sie bitte ihre Eltern, Großeltern, Onkel oder Tanten, dass sich „falsche“ Kinder, Enkel, Nichten oder Neffen melden könnten!

Hier finden Sie die Warnung auch in russischer Sprache.

Pressemitteilung Polizeioräsidium Oberbayern Süd

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