Der Georgi-Ritt kann kommen

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Traunsteins 2. Bürgermeister Hans Zillner (Links) und der 1. Vorstand des St.-Georgs-Verein Traunstein, Albert Schmied hatten gut lachen, als Lois Wimmer für die Kammerer Georgi-Ritt Teilnehmer am Samstag Abend im Gasthaus zur Post in Kammer den erhoffen Satz sprach: „Wir entsprechen Eurer Bitt – wir Kammerer reiten wieder mit.“

Kammer - Auch das 13. Rittbitten des Georgi-Vereins, dessen Mitglieder und Freunde am Samstagabend im vollbesetzten Gasthof zur Post in Kammer zusammen kamen, verlief erfolgreich.

Auch die Kammerer werden beim Georgi-Ritt, den der Verein, die Stadt Traunstein und die Stadtpfarrei St. Oswald veranstalten, wie traditionell schon in den Vorjahren mit dabei sein.

Traunsteins 2. Bürgermeister Hans Zillner informierte die Anwesenden, unter ihnen auch viele Stadträte aus Traunstein sowie Stadtpfarrer Sebastian Heindl, in seiner Eingangsrede, warum die Traunsteiner nach Kammer kommen würden, wo diese doch auch Traunsteiner seien: „Das Rittbitten in Kammer hat eine lange Tradition. Und daneben haben die Kammerer Vereine und Vereinigungen auch nach der Eingemeindung ihr starkes dörfliches Eigenleben bewahrt.“

Zillner ging auf die Geschichte des Georgi-Vereins ein, und wies darauf hin, dass dieser zwar die Durchführung organisieren könne, dabei jedoch „auf die Mitwirkung der Umgebung angewiesen sei.“ Vereinsvorstand Albert Schmied erzählte vom Rittbitten-Endspurt: „Andere sind im Fasching unterwegs, wir in der Fastenzeit.“ Man sei – wie auch am Samstag in Kammer - in allen Gemeinden sehr gut aufgenommen worden, alle hätten „Ja“ zur Beteiligung am diesjährigen Georgi-Ritt gesagt. „Ich lade euch ein: Kommt zu uns“ so Schmied zu den Gastgebern. „Stadt und Land Hand in Hand – das leben wir und das soll wieder gezeigt werden.“ Lois Wimmer sprach für die Kammerer Rosserer: „Wir werden unser Soll erfüllen. Schau'n wir mal, wie viele wir heuer zusammenbringen – auch ohne Bier.“ Wird doch heuer kein Bierfassl als Meistpreis ausgelobt.

Er sprach den Satz, auf den alle an dem Abend gewartet haben und dem ein langanhaltender Applaus folgte: „Wir entsprechen eurer Bitt – wir Kammerer reiten wieder mit.“ Auch kulturell sorgten die Gastgeber an dem Abend für ein ansprechendes Programm: Die Murr-Dirndl überzeugten mit ihrem Zweigesang, die Jugendgruppe des Trachtenvereins machte sich mit Tanzeinlagen lautstark bemerkbar und die Rettenbacher Goaßlschnaltzer hatten ihren ersten gekonnten (unfallfreien) Auftritt.

Der 2. Bürgermeister Traunsteins ergriff darauf nochmals das Wort und dankte den Kammerern für ihre Zusage der Teilnahme der „herausgeputzten Rösser und den Reitern in saubern Gwand“ wie er es formulierte: „Jetzt können wir uns auf eine entspannte Rückfahrt freuen – aber natürlich nicht gleich“, darauf anspielend, dass man mit den Gastgebern noch einen gemütlichen Abend verbringen wolle. Er dankte auch den Mitgliedern des Georgie-Vereins, die das Rittbitten seit fünf Wochen begleiten würden und sprach Rosemarie Kotter seinen besonderen Dank aus, die wieder Brot an die Anwesenden verteilt hatte. Dies gehe auf einen alten Nachkriegsbrauch zurück als die ausgehungerten Städterer vom Emmerbauer einen Brotlaib bekamen erklärte Zillner. „Und das, obwohl die meisten Städterer keinen ausgehungerten Eindruck mehr machen.“

Alle drei Redner verband die Hoffnung für den Ostermontag auf ein „gutes Wetter, das der Herrgott schenken möge sowie einen unfallfreien Ritt.“ Und Zillner fügte noch hinzu: Freuen wir uns auf den Ostermontag, den schönsten Feiertag im Chiemgau.“

awi

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