"Kunst- und Kulturzentrum errichten"

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Traunstein - „Traunstein weiter entwickeln“ – zu diesem Thema hat die SPD-Stadtratsfraktion Parteifreunde und interessierte Bürger zu einem Gesprächsabend in den Gasthof Sailer Keller eingeladen.

„Traunstein hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte zu einer lebendigen Stadt entwickelt, die ihren Einwohnern und Besuchern Vielfältiges bieten kann“, sagte die Fraktionsvorsitzende Ingrid Bödeker. „Traunstein ist die Schulstadt im Landkreis, künftig auch Hochschulstandort, worüber wir uns besonders freuen“, führte sie weiter aus, „außerdem ist Traunstein die zentrale Einkaufsstadt mit zahlreichen Fachgeschäften, aber auch mit Fachmärkten.“ Für den Bürger ganz wichtig seien die vielen Ämter und Behörden, ergänzte Stadtrat Peter Forster, sowie die große Anzahl von Fachärzten.

„Unsere Stadt ist eine grüne Wohlfühl-Oase, auch dank der Stadtgärtnerei und der Rosentage, welche in diesem Jahr schon zum dritten Mal von der Werbegemeinschaft und der Stadt veranstaltet werden – eine Freude für die Augen und die Sinne,“ lobte die Dritte Bürgermeisterin Traudl Wiesholer-Niederlöhner, die auch die Referentin für das städtische Grün und den Waldfriedhof ist. „Unsere Stadt wird gerade auch für junge Familien immer interessanter mit ihrem großen Angebot an Plätzen in Kinderkrippen, Kindergärten und Horten, aber auch mit den seit vielen Jahren immer wieder ausgewiesenen Baumöglichkeiten im Einheimischen-Modell“, betonte der Ortsvorsitzende Christian Kegel.

„Arbeiten und Wohnen gehören zusammen“, so Stadtrat Sepp Hinterschnaiter, „und hier hat unsere Stadt mit über 14000 die meisten Arbeitsplätze im Landkreis, davon viele hochqualifizierte, zum Beispiel im Klinikbereich. Mit dem Bau des neuen Rathauses und der Sanierung des Stadtplatzes unter dem damaligen Oberbürgermeister Fritz Stahl begann eine neue Ära nicht nur in der Innenstadt. Dabei wurde eine große private Bautätigkeit ausgelöst, die für die Weiterentwicklung der Stadt sehr wichtig war – Aufzüge zum Stadtplatz wurden gebaut, neue Parkplätze geschaffen. Wohnen wurde wieder in die Innenstadt gebracht, eine Entwicklung, die bis heute anhält.

„Der Hochwasserschutz, der nun fast abgeschlossen ist, hat die Lebensqualität der Bürger der unteren Stadt wesentlich erhöht, würdigte Ernst Holl die großen Investitionen der letzten Jahre und drückte es so aus: „Hochwasserschutz ist eine soziale Verpflichtung zum Schutz von Leben, Hab und Gut der Bürger. Das soziale Leben, das soziale Netzwerk“, so Ernst Holl weiter, „funktioniert mit dem regelmäßigen Austausch untereinander an dem vor einigen Jahren neu eingerichteten „Runden sozialen Tisch“ ganz ausgezeichnet. Wirklich wichtig für eine Stadt ist außer der Ökonomie und der Ökologie, die eine bedeutende Rolle spielen, auch die Kunst und Kultur, betonte Traudl Wiesholer-Niederlöhner.

„Kunst und Kultur nehmen einen hohen Stellenwert ein“

Mit der Gründung der Musikschule, der städtischen Bücherei, die zu den anerkanntesten in Bayern gehöre, und der Schule der Phantasie habe eine Erfolgsgeschichte begonnen, die seit Jahrzehnten fortgeschrieben wird. Der Musikschule sei es außer dem Unterricht der Musikschüler besonders wichtig, ganze Schulklassen an das Musizieren heranzuführen, sagte Peter Forster. Konzerte von der Klassik bis zur Moderne sind in Traunstein fest im Jahresablauf verankert. Er denke an den „Chiemgauer Musikfrühling“ in der Klosterkirche oder die weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannten „Traunsteiner Sommerkonzerte“.

Die Konzerte des Musik-Kollegiums, die vielen Konzerte der Musikschule vom Jazz bis zur Blasmusik, die Orgelkonzerte – die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen, ergänzte Stadtrat Konrad Obermaier. Außerdem habe die städtische Galerie jedes Jahr viele hochkarätige Ausstellungen, zusammen mit dem Kunstraum Klosterkirche, die Besucher von München bis Österreich nach Traunstein bringen. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Schulen bei verschiedenen Projekten werden auch Kinder und Jugendliche an die Kunst herangeführt, machte Obermaier deutlich. An die zahlreichen Ausstellungen im Kulturzentrum erinnerte Helmut Köppl, zum Beispiel von der „Chiemgau-Palette“.

Auch in der Alten Wache haben Künstler die Möglichkeit, ihre Werke zu zeigen. Die Ausstellungen im Heimathaus haben meist einen regionalen Bezug, erläuterte Köppl. Auf das Traunsteiner Lindlsingen, die Trachtenvereine, die Gebirgsschützen und den Georgiverein wies Sepp Hinterschnaiter hin und würdigte ebenso den Historischen Verein, den Förderverein Alt-Traunstein sowie das Salztheater - sie alle tragen zum kulturellen Leben in unserer Stadt einen bedeutenden Teil bei, und es funktioniert - so das Fazit von Hinterschnaiter. „Die SPD-Stadtratsfraktion versteht deshalb die große Aufregung nicht, was das geplante Kunst- und Kulturzentrum angeht, und wendet sich gegen das Verbreiten von Halbwahrheiten zu diesem Thema“, erklärte Dritte Bürgermeisterin Waltraud Wiesholer-Niederlöhner mit Nachdruck. Stadtrat Obermaier als Mitglied der Arbeitsgruppe erklärte den Anwesenden, dass der Stadtrat immer mit eingebunden war, dass nichts im Schnellverfahren entschieden wurde.

Mit dem Integrieren einer Kleinkunstbühne in das Projekt sei zu keiner Zeit an ein Aus für das NUTS gedacht worden, sondern ganz im Gegenteil an eine gesicherte Basis für den dauernden Erhalt des Theaters. Auch die angeblich ausufernden Kosten zum laufenden Betrieb seien sehr wohl gerechnet worden. „Kunst und Kultur gibt es nicht zum Nulltarif, aber das Projekt muss überschaubar und bezahlbar sein – und das ist es, betonte Ingrid Bödeker. Die vorhandenen Räume des NUTS durch die Stadt zu kaufen, wie auch schon vorgeschlagen wurde, sei wohl für niemand im Stadtrat eine ernstzunehmende Option, sondern Geldverschwendung, wenn Räume in einem alten Haus gekauft und saniert werden sollen, sind sich die Anwesenden einig.

Auch für die Ludwig-Thoma-Schule ergebe sich die Möglichkeit, nicht nur den Pausenhof neu zu gestalten, sondern von dem Bau für die Kleinkunstbühne zu profitieren durch Mitbenutzung der Aula, der Küche für die Mittagsbetreuung, des Theaters für Veranstaltungen. Bei der Gestaltung des Pausenhofs sei es selbstverständlich, dass Schüler, Eltern und Lehrer von Anfang an in die Planungen einbezogen werden – da sei noch gar nichts entschieden, so die Fraktionsvorsitzende. „Traunstein weiter entwickeln ist eine spannende Herausforderung für alle Bürgerinnen und Bürger. Zu erneuern brauchen wir es nicht, es ist eine gute Grundlage vorhanden. Die SPD wird kontinuierlich diesen Weg zusammen mit allen Traunsteinern gehen. Populismus bringt nichts, miteinander reden ist das Gebot der Stunde“, fasste Waltraud Wiesholer- Niederlöhner zusammen.

Pressemeldung SPD Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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