Schüler testeten "Drogen-Brille"

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Traunstein - Auch dieses Jahr fand wieder ein Gesundheitstag an der staatlichen FOS/BOS-Traunstein statt. Der Schwerpunkt lag heuter auf der AIDS- und Suchtprävention.

AIDS- und Suchtprävention waren die Schwerpunkte beim diesjährigen Gesundheitstag der Beruflichen Ober-schule Traunstein, der am Donnerstag, dem 18. 10. stattfand. Schon am Morgen rückten Frau Dr. Anja Teebken, zuständig für AIDS-Prävention im Gesundheitsamt, und Frau Agnes Hallweger von der Suchtpräventionsstelle der Caritas jeweils mit ihren Mitarbeiterinnen an, um ihre attraktiven Stände im zentralen Lichthof der Schule aufzu-bauen. So konnten sich die angehenden Abiturienten schon in der ersten Pause und dann bis in den Nachmittag hinein unterhaltsam und spielerisch über alle Fragen zu Sucht und AIDS informieren.

Am Sucht-Stand räumten mehrere sehr gefragte Quiz zu verschiedenen legalen und illegalen Drogen mit vielen verharmlosenden Volksweisheiten auf. Dazu konnte jeder mit speziellen Brillen Erfahrungen sammeln, wie gefährlich eingeschränkt die Wahrnehmungsfähigkeit im Rausch ist. Außerdem konnten sie bei Geschicklichkeitsspielen ihre Reaktionsfähigkeit testen, die dann doch viel mehr beeinträchtigt ist, als vermutet. Da wurde mancher in Bezug auf den Drogenkonsum jeglicher Art sehr nachdenklich. Am AIDS-Stand führte eine Art Glücksrad zu ganz bestimmten Fragen an die Besucher über die letztlich immer noch tödliche AIDS-Erkrankung durch eine HIV-Infektion, die im Moment wieder viel zu wenig Beachtung findet.

In den Standbetreiberinnen fanden die Teilnehmer zu all den damit verbundenen Problematiken sehr aufge-schlossene, kompetente Gesprächspartnerinnen, die auf drängende Fragen eingehen oder auf Hilfsangebote verweisen konnten. Ergab sich eine tiefer gehende persönliche Problematik, stand Herr Andreas Nikol, der Suchtpräventionsbeauftragte der Beruflichen Oberschule Traunstein bereit sie in einer Einzelberatung in der geschützten Atmosphäre eines eigenen Raums zu besprechen. Ansonsten konnten sich die Schülerinnen und Schüler auch selbstständig mit dem sehr jugendgemäßen Informationsmaterial zum Mitnehmen beschäftigen. Diese bringen kurz und bündig das Wesentliche zu Fragen der Suchtmittel auf den Punkt. Der rege Andrang an den Ständen zeigte, wie gut das Angebot ankam.

Einige der Schülerinnen und Schüler waren davon sogar so angetan, dass sie sich auch als Suchtpräventionshelfer ausbilden lassen wollen. Dann können sie bei ähnlichen Aktionen, wie etwa beim Reggae-Festival oder in Discos, die Präventionsarbeit unterstützen. Viele erkennen auch die Stände wieder, wenn sie „fortgehen”, und haben dann schon einen Bezug, der sie dann im ganz anderen Umfeld noch einmal darauf aufmerksam macht, dass sie bei der Problematik von Sucht und AIDS nicht alleine sind und es immer ein Hilfsangebot gibt, das sie vor Schlim-merem und Schlimmsten bewahren kann.

Pressemitteilung der staatlichen FOS/BOS Traunstein

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