30 Jahre Hausnotruf des Roten Kreuzes

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Traunstein - Es ist der Albtraum vieler Menschen: Ein Unfall im eigenen Zuhause und keine Rettung in der Nähe. Seit 30 Jahren hilft das BRK in solchen Situationen.

Für ihn ist dieser Oktobernachmittag unvergesslich: Als Alfred Bösl in seiner Wohnung in Mettenham die Kellertreppe hinunterstieg stolperte der 82-Jährige über seine Hausschuhe, verlor den Halt und stürzte die ganze Treppe hinunter. Er brach sich das Handgelenk und knallte mit dem Kopf an die Wand. Als Alfred Bösl wieder zu sich kam, drückte er den roten Knopf seines Hausnotrufes und wenig später kam der Rettungswagen mit einer Mannschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), versorgte den Mann und brachte ihn zum Rettungshubschrauber, der in der Nähe bereits wartete. Genau seit 30 Jahren vertrauen viele Kunden dem SOS-fon, dem Hausnotruf des Roten Kreuzes. Er garantiert ihnen Sicherheit rund um die Uhr und ist ab sofort mit Rauchmeldern kombinierbar.

Nur positive Rückmeldungen von den Kunden

„Ich hätte acht Tage oder länger da unten im Keller liegen können“, meint Alfred Bösl, der alleine in seinem Haus lebt. Gerade nur drei Wochen zuvor hatte er sich dazu entschlossen, den Hausnotruf vom Traunsteiner BRK- Kreisverband bei sich installieren zu lassen. „Ich wollte täglich jemandem ein Lebenszeichen geben“, erklärt Bösl. „Ich bin zwar kerngesund, aber wie man sieht, kann ganz schnell was passieren.“ Dankbar registrierte er nach seinem Sturz, dass der BRK-Rettungsdienst schon wenige Minuten nach seinem Alarm neben ihm kniete und seine stark blutenden Wunden versorgte. Irmi Ditsch, die seit vielen Jahren neben dem Essen auf Rädern auch den Hausnotruf beim Traunsteiner BRK-Kreisverband betreut und schon viele Anlagen installiert hat, erinnert sich an die Anfänge: „Die Handsender waren etwa fünf Mal größer und schwerer als heute. Hier sieht man, welch' Riesenfortschritt die Technik gemacht hat.“ Sie weiß nur von positiven Erfahrungen ihrer Kunden zu berichten. „Alle haben schnell das Gefühl, dass man sich auf den Hausnotruf des Roten Kreuzes verlassen kann.“ Vergisst der Teilnehmer die Tagestaste zu drücken oder der Alarm wird versehentlich ausgelöst, informiert die Hausnotruf-Zentrale den Hintergrunddienst des Roten Kreuzes, der aus zwei Teams von ehrenamtlichen Mitarbeitern besteht. „Auf diese Mannschaft bin ich besonders stolz, denn sie gibt unseren Hausnotruf-Teilnehmern eine enorme Sicherheit.“

Mehrere Schlüssel sicher hinterlegt

Durch die Aktivierung des Roten Knopfes zeigt der Computer in der Hausnotruf-Zentrale alle Daten des Anrufers an, wie Anschrift, Telefonnummer, Bezugspersonen, Hausarzt, Krankheiten und persönliche Besonderheiten. Irmi Ditsch erklärt den Ablauf im Ernstfall einer Alarmierung: „Der Schlüssel des Hausnotruf- Kunden ist bei uns in einem speziellen Kasten sicher hinterlegt, damit im Notfall die Helfer in die Wohnung kommen können.“ Wichtig dabei ist die Anonymität der Hausnotruf-Teilnehmer, damit kein Unbefugter an Schlüssel oder Daten gelangen kann.

Alfred Bösl will auf den kleinen roten Knopf nicht mehr verzichten. „Es ist alles so unkompliziert und ein preiswerter Service – ich kann das jedem empfehlen. Man sollte nicht erst warten bis wirklich etwas passiert.“ Informationen über das Hausnotrufsystem des Roten Kreuzes, wie auch den Mobil-Notruf, gibt Irmi Ditsch unter der Telefonnummer 0861 / 98973-31.

Pressemitteilung BRK Kreisverband Traunstein

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