Rotes Kreuz als Retter in der Not

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Traunstein - Oft geraten Familien plötzlich unverschuldet in finanzielle Schieflagen. Dafür springt der BRK nun als Retter in der Not ein. Wie diese Unterstützung aussieht:

Was tun, wenn das Geld plötzlich nicht mehr reicht um Heizöl oder Strom zu bezahlen? Oft geraten Familien plötzlich unverschuldet in finanzielle Schieflagen, wo es schwierig wird, schnelle und unbürokratische Hilfen zu bekommen. Der Traunsteiner Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) springt in manchen dieser Fälle als Retter in der Not ein. Diese „Einzelfallhilfen“ sind als sozialer Dienst des Roten Kreuzes relativ unbekannt, obwohl er sich seit vielen Jahren immer wieder besonders schwieriger Fälle annimmt.

Der unscheinbare Ordner im verschlossenen Rotkreuz-Archiv könnte anhand seiner Papierunterlagen viele traurige Geschichten erzählen: Eine Frau verliert unerwartet ihren Mann durch eine schwere Krankheit und gerät dadurch in eine finanzielle Notlage. Eine junge Mutter verstirbt kurz vor Weihnachten und hinterlässt zwei kleine Kinder, die schnellst möglichst Hilfe benötigten. Einer Familie gelingt es nicht mehr, das Heizöl zu bezahlen - Wohnung und Wasser bleiben trotz bitterem Frost kalt. Eine andere Familie verzweifelt an der Stromrechnung und Mitarbeitern des Roten Kreuzes gelingt es nach dem Tilgen eines Betrages, die monatlichen Abschläge zu verringern. Ein Obdachloser wird sesshaft und schafft es mit der BRK-Einzelfallhilfe, die nötigsten Dinge für seine Wohnung zu beschaffen......

Schnelle und unbürokratische Hilfe

BRK-Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer kennt jedes Schicksal aus dem Ordner. „Es sind alles schwierige und oft sehr traurige Fälle von Mitmenschen, die unverschuldet in Not geraten sind. Sie alle brauchen schnelle und unbürokratische Hilfe“. Zusammen mit einer Mitarbeiterin wird jeder Fall genauestens geprüft und dann Geld freigegeben. Für die BRK-Einzelfallhilfen steht ein bestimmtes Budget zur Verfügung, das durch Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert wird.

Bei manchen Problemfällen arbeitet der Rotkreuz-Kreisverband mit der Bürgerhilfsstelle des Landratsamtes zusammen. Florian Seestaller, der die Bürgerhilfsstelle leitet, wendet sich immer an das BRK, wenn er von den Betroffenen hört, dass sie Rotkreuz-Fördermitglieder sind. „Ich schätze hier die Möglichkeit der Einzelfallhilfen beim BRK, denn keine der sozialen Organisationen kann alles alleine schultern.“

Tauchen Problemfälle auf, versuche er gemeinsam mit dem BRK Lösungen zu erarbeiten, damit den Familien, die unverschuldet in Not geraten sind, möglichst schnell geholfen wird. „Gerade das Rote Kreuz hat mit seinen vielen sozialen Diensten, wie Hausnotruf, Essen auf Rädern und jetzt auch mit „Betreutes Wohnen zu Hause“ oft Einblicke in schwierigen Familiensituationen. Mit diesen Erkenntnissen ist es oft leichter auf Dauer wirkungsvoll zu helfen.“

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz, Kreisverband Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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