Traunstein: Jacklturm wird zehn Jahre alt

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Traunstein - Der Förderverein erinnerte am Samstag mit einer Feier an die Einweihung des Jacklturms im Jahr 2000. Im obersten Stockwerk des Turms präsentierten sie sogar eine Ausstellung.

"Wir möchten den Bürgern von Traunstein die Möglichkeit bieten, sich zehn Jahre nach der Einweihung über die Geschichte des Jacklturms zu informieren“, sagt der Vereinsvorsitzende Richard Kraft. Das Jubiläum begann um 11.30 Uhr mit einem Konzert der Stadtmusik Traunstein unter der Leitung von August Spiel vor dem Jacklturm.

Um 12 Uhr folgte die Ansprache von den Vereinsvorsitzende Richard Kraft. Oberbürgermeister Manfred Kösterke, der im Frühjahr in der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Alt-Traunstein die Jubiläumsfeier angeregt hatte sagte in seiner Rede, "Der Jacklturm ist nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken und genau wie der Lindlbrunnen ein Wahrzeichen von Traunstein“, freut sich der Oberbürgermeister.

Jacklturm feiert Jubiläum

Der Wiederaufbau sei ein bedeutendes Ereignis für Traunstein gewesen, an das viele in Traunstein gerne zurückdenken. Treibende Kraft war damals der Vorsitzende und Mitbegründer des Fördervereins Alt-Traunstein Max Burghartswieser, an den seit seinem Tod im Jahr 2001 eine Gedenktafel am Jacklturm erinnert. Sein Sohn Max ist als 2. Vorsitzender des Fördervereins maßgeblich an den Vorbereitungen für das Jubiläum beteiligt.

Der Jacklturm wird zehn Jahre alt

„Es soll nicht in Vergessenheit geraten, dass der Wiederaufbau nur der Spendenbereitschaft der Bevölkerung zu verdanken war“, betont Burghartswieser. Über den Wiederaufbau konnten sich die Besucher in einer Ausstellung im Jacklturm informieren, in der unter anderem die Originalpläne des damaligen Stadtbaumeisters Rudolf Simhofer zu sehen sind. Texte und Fotos dokumentieren die wechselvolle Geschichte des Jacklturms: Seit dem 14. Jahrhundert ein Teil der Stadtbefestigung, wurde der Turm 1547 von einem Blitzschlag schwer beschädigt. 1548 folgten Abbruch und Wiederaufbau. Zum zweiten Mal wurde der Jacklturm durch den Stadtbrand von 1851 zerstört, was ein Zeitgenosse mit den Worten beklagte: „Vielleicht die einzige Stadt in Deutschland zu sein, die weder Tore schmücken noch ein Turm…“ F

ast 150 Jahre später gelang es dem Förderverein Alt-Traunstein, die Lücke in der Stadtansicht zu schließen. 1998 begannen die Bauarbeiten und am 20. Mai 2000 wurde der „neue“ Jacklturm feierlich eingeweiht. Über all das und vieles mehr konnten sich die Bürger am Samstag den ganzen Tag über in der Ausstellung informieren, die für die Besucher des Stadtfestes bis spät am Abend geöffnet sein wird.

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