Kinderkrippe auf den Weg gebracht

+
An den bestehenden städtischen Kindergarten soll in Traunstein eine Kinderkrippe für drei Gruppen gebaut werden. Der Traunsteiner Stadtrat brachte den Entwurf in seiner letzten Sitzung auf den Weg.

Traunstein - Die Stadt soll eine neue Kinderkrippe bekommen: Einstimmig hat der Stadtrat die Entwurfsplanung auf den Weg gebracht. Wo die Krippe entstehen soll:

Einstimmig hat der Stadtrat Traunstein in jüngster Sitzung die Entwurfsplanung für eine neue Kinderkrippe auf den Weg gebracht. Sie soll an den bestehenden städtischen Kindergarten angebaut werden. Ein weiteres Thema war unter anderem die Beteiligungsmöglichkeit der Stadtwerke Traunstein an einer Wasserkraftnutzung an der Unteren Salzach.

Entgegen oft kontroverser und langwieriger Diskussionen und kleinen "Mammut-Tagesordnungen" war der Traunsteiner Stadtrat in der jüngsten Sitzung fast schon in "Rekordzeit" mit den zehn Tagesordnungspunkten und einer Stunde Sitzungsdauer in der öffentlichen Sitzung "durch".

Gegen die Stimmen der zwei Stadträte von Bündnis 90/ Die Grünen wurde dabei mit 23 zu zwei Stimmen beschlossen, die Beteiligungsmöglichkeit der Stadtwerke Traunstein an einer möglichen Wasserkraftnutzung an der Unteren Salzach betragsmäßig unbegrenzt weiter zu verfolgen. Ist doch im Freilassinger und Tittmoninger Becken an der Salzach die Wasserkraftnutzung geplant, wobei hier ein Kompromiss zwischen der Wasserkraftnutzung und dem ökologischen Umbau des Flusses gefunden werden solle. Der Traunsteiner Stadtrat begrüßt und unterstützt hierbei die derzeitigen Planungen der Österreichisch-Bayerischen Kraftwerke AG ausdrücklich. Grünen-Stadtrat Wilfried Schott wollte nun das Engagement der Stadtwerke Traunstein, die sich hier um eine Beteiligung an der Stromproduktion bemühen sollen, betragsmäßig auf 10.000 Euro begrenzen, die für die Planungsphase als Obergrenze vorgesehen wären. Der Antrag der begrenzten Mittelbereitstellung fand dabei unter den Räten keine Mehrheit.

Genehmigt wurde einstimmig auch die Errichtung einer Kinderkrippe auf dem Grundstück Kindergartenstraße 2 in Traunstein. Dabei soll die Krippe, die für drei Gruppen ausgelegt ist, mit drei Geschossen und einem Kellergeschoss bei einer Grundfläche von knapp 253 Quadratmeter und einer Geschossfläche von fast 655 Quadratmeter errichtet werden. Die Planungen sehen vor, diesen mit dem bestehenden Kindergarten zu verbinden. Der Zeitplan für den finanziellen Kraftakt der Stadt drängt - müssen die Kinderkrippenbauten für die Sicherung der hohen öffentlichen Förderzuschüsse doch bis spätestens Ende 2013 abgerechnet sein.

Turnus gemäß im Zwei-Jahres-Rhythmus beschloss der Stadtrat auch die Anpassung der Musikschulgebühren, wobei Oberbürgermeister Manfred Kösterke auf die erfolgreiche Arbeit der Schule hinwies. Hatte man im Schuljahr 2001/2002 bei 535 Schülerbelegungen noch einen Deckungsausgleich von 361.082 Euro vorgenommen, liegt dieser im Schuljahr 2011/2012 bei 1233 Schülerbelegungen bei 243.048 Euro. Die mit rund 43.000 Euro vom Landkreis und gut 51.000 Euro vom Freistaat bezuschusste Musikschule erhöht ihre Gebühren um zwei bis drei Prozent, wobei die bisher relativ moderat gehaltenen Gastschulgebühren um zirka zehn Prozent angehoben werden. Die einstimmig auf den Weg gebrachte Gebührenanhebung gilt ab dem 1. September zum neuen Schuljahr.

Im Rahmen des Vollzuges des Bayerischen Feuerwehrgesetzes wurden für die im Juni zu Ende gehende Amtsperiode folgende Feuerwehrkommandanten einstimmig bestätigt: Für die Feuerwehr Hochberg der bisherige Amtsinhaber Thomas Hasenöhrl, als Stellvertreter wurde der ebenfalls mehrheitlich gewählte Franz-Xaver Geisreiter nun vom Stadtrat bestätigt. Für die Feuerwehr Wolkersdorf wurde der bisherige Amtsinhaber Ernst Harreker junior. bestätigt, als stellvertretender Kommandant wurde der Feuerwehrdienstleistende Andreas Kaiser nach dessen erfolgreicher Wahl nun vom Stadtrat bestätigt. Beide Stellvertreter müssen innerhalb eines Jahres noch ergänzende feuerwehrspezifische Fachkurse belegen.

Weiters wurde für die Instandsetzung der Kappen (Gehsteigkanten) und der Sanierung der Gasbrücke der wirtschaftlich und kostengünstigste Bieter Firma Alpine, Trostberg zum Angebotspreis in Höhe von 105067,37 Euro mit den Bauarbeiten einstimmig beauftragt. Ein etwas höherer Betrag als das Ausschreibungsergebnis nun erbrachte, war bereits im Haushalt des laufenden Jahres eingestellt worden.

Dritte Bürgermeisterin Waltraud Wiesholer-Niederlöhner (SPD) fragte zum Schluss der öffentlichen Sitzung nach den "Benedikt-Briefmarken" nach. War die Stadt Traunstein doch bei der Erstausgabe von der riesigen Nachfrage völlig überrascht und hatte jetzt nochmals weitere Marken nachdrucken lassen. Interessierte, die die Briefmarken nachbestellt haben, werden nun von der Stadt Traunstein angeschrieben und über die Abholungsmöglichkeit informiert.

wz/Chiemgau-Zeitung

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser