Vierjähriger Bub schwebt in Lebensgefahr

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Hier zog der Retter das Kleinkind aus dem Wasser
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Traunstein - Das Kleinkind, das am Montagabend in die Traun fiel und von einem Passanten gerettet wurde, schwebt in Lebensgefahr. OB Kösterke: "Wir alle hoffen, dass das Kind wieder völlig gesund wird."

Wie Stefan Sonntag von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Anfrage nun mitteilte, handelt es sich bei dem Kleinkind, das am Sonntagabend gegen 18 Uhr in die Traun fiel, um einen vierjährigen Buben. Der Bub spielte auf Höhe der Kammerer Straße mit einem Mädchen, fiel ins Wasser und konnte sich nicht mehr selbstständig aus dem eiskalten Fluss retten.

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Laut Sonntag habe diese Situation ein bisher unbekanntes Ehepaar beobachtet und Alarm geschlagen. Ein 56-jähriger Mann aus Bergen, der mit seinem Fahrrad unterwegs war, folgte daraufhin dem im Wasser treibenden Kleinkind und zog es auf Höhe der Brücke des Empfinger Hohlwegs aus dem Wasser.

Der Traunsteiner Kriminalpolizei ist das Ehepaar, das den Unglücksfall beobachtet hatte, noch nicht bekannt und bittet es daher, sich unter der Telefonnummer 0861/9873-0 zu melden.

Der vierjährige Bub musste nach seiner Rettung aus der eiskalten Traun wiederbelebt werden. Sein Zustand ist weiterhin kritisch! Dem 56-jährigen Retter geht es inzwischen besser. Er war mit einer leichten Unterkühlung ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Passant rettet Kind aus der Traun

Kösterke: "Wir alle hoffen, dass das Kind wieder völlig gesund wird"

Oberbürgermeister Manfred Kösterke (rechts) informierte sich vor Ort über den Unglücksfall.

Vor Ort machte sich auch Oberbürgermeister Manfred Kösterke ein Bild von dem dramatischen Unglücksfall. "Wenn in der Stadt etwas Schlimmeres passiert, lasse ich mich immer von der Feuerwehr darüber informieren", so Kösterke gegenüber chiemgau24.de. So könne er sich vor Ort selbst ein Bild machen, ob von Seiten der Stadt etwas zu veranlassen ist und ob die Stadt auf irgendeine Weise helfen kann, so der Oberbürgermeister. Bei diesem Unglück sei dies nicht der Fall gewesen. Die Rettungskräfte und das Kriseninterventionsteam hätten sich hervorragend um das Kind, den Retter und die Familie des Kindes gekümmert. Ein Politiker könne in solch einem tragischen Fall nicht weiterhelfen.

"So tragisch dieser Unfall auch ist, so etwas kann leider immer passieren", so Kösterke weiter. Man wisse, wie schnell das gehen kann, ein Kind in diesem Alter könne man nicht immer im Auge behalten, so der Oberbürgermeister. "Wir alle von der Stadt hoffen natürlich, dass das Kind wieder völlig gesund wird."

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