JU kündigt eigenes Energiekonzept an

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Mitglieder des Kreisausschusses beim Besuch der Anlage in Traunreut.

Traunstein - die Junge Union hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: Mit einem eigenem Energiekonzept will man den Landkreis von anderen Energieanbietern unabhänig machen.

Ein besonderes Schmankerl gab es für den Kreisausschuss der Jungen Union im Vorfeld der jüngsten Sitzung. Da das Treffen in Traunreut stattfand, lud der dortige Ortsvorsitzende Hans-Peter Dangschat – zugleich Kreisvorsitzender der politischen Nachwuchsorganisation – zu einer Besichtigung der Bohrstelle der Geothermie-Anlage ein. Die Mitglieder des Kreisausschusses durften sich selbst über die Ziele, die geplante Wirkungsweise und den Baufortschritt an der derzeit wohl größten Baustelle in Traunreut informieren.

Von einem der Mitarbeiter der Anlage gab es zuerst eine kurze Einführung mit anschließender Fragerunde, bevor die Truppe die Baustelle besichtigen konnte. Besonders überrascht waren einige der Teilnehmer über die hohen Kosten des Projekts, das komplett aus privater Hand finanziert wird. Das tägliche Investitionsvolumen beträgt etwa 50.000 Euro, gesamt sollen etwa 23 Millionen Euro in das Projekt fließen. Auch über die Nutzungsmöglichkeiten der produzierten Energie und die sich daraus ergebenden Folgen für die heimische Wirtschaft wurde bei dieser Gelegenheit diskutiert.

Eines der zentralen Themen der anschließenden Sitzung war dementsprechend der Fortschritt des von der Jungen Union vor einigen Monaten eingerichteten Arbeitskreises „Energieversorgung“. Der zuständige Arbeitskreisleiter Konrad Baur wiederholte das ehrgeizige Ziel:

"Die Entwicklung eines eigenen Energiekonzepts für den Landkreis Traunstein"

Damit sollen – unter dem Eindruck des Atomausstieges und der von der Bundesregierung verkündeten Energiewende – die Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie unsere Region ihren Energiebedarf möglichst zeitnah durch Energie aus erneuerbaren Trägern decken kann. Auch die Geothermie soll in diesem Konzept eine tragende Rolle spielen. Josef Mayer jun., Mitglied dieses Arbeitskreises sowie Vorsitzender des CSU Arbeitskreises „Umweltsicherung und Landesentwicklung“, appellierte noch einmal an alle anwesenden Nachwuchspolitiker, sich aktiv für dieses Thema zu engagieren: „Es scheint mir, als sei das Thema ,Energieversorgung‘ in letzter Zeit ein bisschen unter den Tisch gekehrt worden.

Dabei ist dies etwas, mit dem wir uns alle früher oder später auseinandersetzen müssen.“ Ins gleiche Horn stieß Baur: „Wir haben fachlich sehr fundierte Diskussionen und freuen uns über jeden von euch, der sich hier beteiligen möchte. Wir können eure Ideen auf- und ihr könnt Informationen mitnehmen.“

Pressemitteilung Junge Union in der Stadt Traunstein

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