"Demokratie im Alltag junger Leute ausbauen"

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von links: Andreas Deutinger, Sepp Parzinger, MdL Linus Förster

Traunstein - Linus Förster aus der SPD-Landtagsfraktion hat die Jusos besucht und über politische Jugendbeteiligung informiert. Er fordert unter anderem eine Absenkung des Wahlalters:

Den jugendpolitischen Sprecher und Mitglied in der SPD Landtagsfraktion, Linus Förster, luden die Jusos im Landkreis Traunstein ein, um sich über die verschiedenen Möglichkeiten der politischen Jugendbeteiligung zu informieren. Dafür reiste er aus Augsburg an und hielt für alle Interessierten einen Vortrag zum Thema im Aubräu in Traunstein.

Förster berichtete eingangs über die diversen Möglichkeiten der Jugendbeteiligung. Dabei wies er darauf hin, dass Jugendbeteiligung bereits durch die verschiedenen Jugendverbände und Vereine über den Kreisjugendring als politisches Instrument und Sprachrohr für die Interessensvertretung besteht.

Außerdem gibt es durchaus die Möglichkeit für Gemeinden, Städte und Landkreise die Jugendlichen direkt an Entscheidungen zu beteiligen. Sehr wichtig seien dabei die Jugendbeauftragten in den Gemeinden und Städten, gerade weil sie einen „Draht“ zur Jugend aufbauen können und so idealerweise die Meinungen und Interessen der Jugendlichen auch in die Entscheidungsgremien tragen.

Gleichzeitig müsse den jungen Leuten gezeigt werden, dass sich die Politik auch für deren Meinung interessiert. Förster forderte in diesem Zusammenhang die Einführung von Jugendbürgerversammlungen, zu der alle Jugendlichen einer Kommune ab 14 Jahren eingeladen werden sowie eine Absenkung des Wahlalters.

In der anschließenden Diskussion wurde auch das Thema Jugendparlament diskutiert. Man war sich einig, dass ein solches nur Sinn hat, wenn es Mitspracherechte gewährt bekommt. „Ein Gremium zu schaffen, dass regelrecht nur zum „Betteln“ ermächtigt ist, mache wohl wenig Sinn“, so Förster.

Andreas Deutinger, Landesvorsitzender der Katholischen Landjugendbewegung Bayern, kritisierte den Entwurf des Landesentwicklungsprogrammes (LEP), welches ein Konzept für die Zukunft Bayerns darstellt. Dort spielt der Punkt Jugendbeteiligung zurzeit überhaupt keine Rolle. Hier schloss man sich einhellig dem Beschluss des Bayerischen Jugendringes an, in welchem gefordert wird, diesen Punkt in das LEP aufzunehmen. „Denn die Jugend ist die Zukunft von Bayern und sollte deshalb Mitspracherechte in der Politik erhalten“, forderte Deutinger.

Sepp Parzinger, Stellvertretender Vorsitzender der Jusos Traunstein forderte die Demokratie im Alltag junger Leute auszubauen. Gerade an Schulen und in den Betrieben müsse die junge Generation demokratisch die Möglichkeit haben, sich an Entscheidungen zu beteiligen. Die vorhandenen Mitbestimmungsmöglichkeiten wie beispielsweise Schülermitverwaltungen, Foren für Schülersprecher und Jugend- und Auszubildendenvertretungen sollten daher gestärkt und ausgebaut werden.

Sepp Hinterschnaiter von der Traunsteiner SPD Stadtratsfraktion berichtete außerdem über die Entwicklung des neuen Jugendzentrums in Traunstein, und die gewünschte Beteiligung von Jugendlichen an dessen Ausgestaltung. Leider seien dem Aufruf sich zu Beteiligung anfangs nur wenige Jugendliche gefolgt.

Abschließend zog man das Fazit, dass für die jungen Generationen die Möglichkeiten verbessert werden müssen, es aber auch deren Engagement bedarf, etwas zu verändern.

Pressemitteilung Jusos Traunstein

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