LTE: Wie ist der Landkreis versorgt?

Landkreis - Mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE soll das mobile Internet in Zukunft schneller und besser werden. Doch wie sieht es im Landkreis Traunstein aus?

Die neue LTE-Technik verspricht schnelleres Internet für unterwegs. Doch was bedeutet das genau? Das Kürzel LTE steht für Long Term Evolution und wird als Mobilfunktechnologie der 4. digitalen Generation auch als 4G bezeichnet. Mit LTE sind schon heute Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Download und bis zu zehn Megabit pro Sekunde im Upload möglich. Zum Vergleich: Mit DSL konnte bisher nur eine Download-Rate von sechs bis 16 Megabit pro Sekunde erreicht werden.

Doch der Ausbau für das schnellere Netz lässt im Landkreis Traunstein noch zu wünschen übrig: Vielerorts lässt sich die neue Technik noch nicht vollständig nutzen. Wir haben uns für Sie schlau gemacht, wo LTE bereits verfügbar ist und wie die Pläne für den weiteren Ausbau aussehen.

Telekom: Traunwalchen war einer der ersten Standorte

Den aktuellen Versorgungsstand der Telekom in Deutschland können Sie hier auf einer Karte einsehen. Zu erkennen ist dabei, dass beispielsweise der große Umkreis von Traunwalchen, Engelsberg, Grabenstätt, Chieming-Ising und Inzell bereits mit LTE 800 versorgt ist. "Traunwalchen war übrigens einer der allerersten Standorte bundesweit, die wir schon im Dezember 2010 mit LTE versorgt hatten", erklärt Udo Harbers, Pressesprecher der Telekom für die Region Süd. Momentan sind fünf LTE-Sender in Betrieb. Zwei weitere könnten eventuell noch in diesem Jahr hinzukommen: in Pittenhart und in Kienberg.

Die Telekom baue bedarfsgerecht und im Technologie-Mix die Breitbandversorgung aus. Habers: "Das bedeutet, dass wir je nach Topografie, Bevölkerungsdichte, vorhandener Infrastruktur, ermitteltem Bedarf die passende Technik einsetzen, um möglichst vielen Bürgern möglichst hohe Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung anbieten zu können." Das kann zum Beispiel ein LTE-Sender in Ising sein, der relativ wenigen Anwohnern im Umkreis von bis zu zehn Kilometern eine maximale Bandbreite von 50 MBit/s bereit stellt. Das können aber auch UMTS/HSPA-Sender beispielsweise in Traunreut sein, die vielen Menschen Geschwindigkeiten bis zu 42,2 MBit/s zur Verfügung stellen.

Doch wie sehen die weiteren Pläne für den Ausbau des neuen LTE-Mobilfunkstandards aus? "Es stellt sich für uns momentan nicht die Aufgabe, überall im Landkreis LTE anzubieten, sondern überall die passende Technik bereit zu stellen, die möglichst hohe Bandbreiten bietet", so der Pressesprecher der Telekom.

Vodafone hat sieben LTE-Standorte im Landkreis

Der nördliche Teil des Landkreises Traunstein werde von Vodafone bereits sehr gut versorgt, erklärt uns Dr. Margarete Steinhart von der PR-Agentur lichtblickkommunikation. Das Versorgungsnetz umschließt den gesamten Chiemsee und ersteckt sich weiter über Bernau, Trostberg, Tittmoning und Tacherting. Doch der südliche Landkreis liegt, im Hinblick auf die LTE-Versorgung, noch relativ brach. Gemeinden wie Traunstein, Siegsdorf, Ruhpolding und Waging erscheinen nur als weiße Flecken auf der Vodafone-Karte. Doch das könnte sich bald ändern: Insgesamt seien derzeit sieben LTE-Standorte in Betrieb, weitere neun Standorte werde man bis März 2013 in Betrieb nehmen. "Bis auf die Grenzregionen wird der Landkreis bis Sommer 2013 weitgehend flächendeckend versorgt sein", so Dr. Steinhart.

o2: LTE-Ausbau noch nicht absehbar

Beim Mobilfunk-Anbieter o2 läuft derzeit der Ausbau in den Highspeed-Areas Berlin, München, Hamburg, Hannover, Frankfurt und Düsseldorf weiter auf Hochtouren. "Bis Jahresende versorgen wir 15 Prozent der Bevölkerung mit LTE", so Carolin Eckert von der Firma Telefónica Germany GmbH & Co. OHG. Der Landkreis Traunstein sei auch in die Planung mitaufgenommen. Allerdings sei noch unklar, wann das Versorgungsnetz dort ausgebaut werde.

Pressemitteilung Telekom/Telefónica Germany GmbH & Co. OHG/lichtblickkommunikation/ps/red

Rubriklistenbild: © dpa

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