Große Wallfahrt für Menschen mit Behinderung

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Auf die Begegnung mit Papst Benedikt XVI. freuen sich die rund 1.100 Teilnehmer der 10.Malteser-Wallfahrt nach Rom am meisten. Auf dem Programm der fünftägigen Pilgerreisestehen zudem Gottesdienste im Petersdom, in der Lateranbasilika und in St. Paul vor denMauern sowie ein Malteser-Fest auf dem Aventin.

Traunstein - Am Sonntag, 30. September, starten die deutschen Malteser mit kranken und behinderten Menschen zu einer einwöchigen Pilgerfahrt nach Rom.

Aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land nehmen 17 Behinderte und zehn Helferinnen und Helfer des Malteser Hilfsdienstes an der Sternwallfahrt teil. Insgesamt rund 1100 Teilnehmer und rund 30 Reisebusse aus dem gesamten Bundesgebiet starten in die Heilige Stadt. Die Malteser-Wallfahrt zählt damit zu den größten ihrer Art.

Seit einem Jahr bereitet sich das Team um Einsatzleiter Benedikt Liefländer auf diese zehnte Romwallfahrt der Malteser vor: „Die Teilnehmer werden in den fünf Tagen in der Ewigen Stadt eine Gemeinschaft und Spiritualität erleben, die sie sicher nicht vergessen werden.“ Am Montag besuchen die Pilger die vatikanischen Gärten und Museen, bevor sie am Abend eine Heilige Messe im Petersdom feiern. Weiters stehen Gottesdienste in der Lateranbasilika und in der Kirche St. Paul vor den Mauern auf dem Programm der fünf Tage in Rom. Höhepunkt wird am Mittwoch die Generalaudienz mit dem Heiligen Vater sein. Anschließend lädt der Malteserorden auf den Aventin ein, wo auch die Villa Malta steht. Sie beherbergt die Botschaft des Malteserordens bei der italienischen Regierung und beim Heiligen Stuhl. Der Großmeister des Malteserordens, Fra’ Matthew Festing, wird die deutschen Malteser bei einem Fest begrüßen.

Max Rauecker, der Kreisbeauftragte der Malteser in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land ist einer der Busleiter. Er und sein Team sind für insgesamt zwei behindertengerechte Reisebusse mit 100 Teilnehmern und Helfern aus den Diözesen München-Freising und Passau verantwortlich.

Die Pilgerreise stellt die Malteser vor besondere logistische Herausforderungen. „Roms enge Gassen, meist noch mit Kopfsteinpflaster, die hohen Bordsteine und fehlenden Rampen sind für Menschen mit Behinderung echte Mobilitätsbremsen“, so Rauecker. Deshalb werden die ehrenamtlichen Malteser Helferinnen und Helfer ihre behinderten Begleiter dort wo es nötig ist heben, schieben und tragen. „Zur Not hängen wir auch Türen aus den Angeln“, sagt Rauecker schmunzelnd. Ein Busteam setzt sich zusammen aus mindestens einem Arzt, einem Rettungssanitäter, einer Pflegedienstleitung, einer Krankenschwester und einem Pfleger, einem Seelsorger und einem Busleiter nebst Stellvertreter sowie weiteren Helfern.

„Die Begleitung und Versorgung verlangt den Helfern einiges ab, auch weil wir die Teilnehmer zum Teil in der Nacht betreuen müssen“, sagt Angelika Sam. „Doch die Freude - insbesondere der behinderten Teilnehmer - spüren zu können, schenkt einem viel Kraft“, weiß die Chiemingerin aus Erfahrung vergangener Malteser-Wallfahrten.

Eskortiert wird die Malteser-Buskarawane von Motorradpolizisten, die mit Trillerpfeifen und wild gestikulierend für freie Fahrt durch die pulsierende Drei-Millionen-Stadt sorgen. Allein das sei ein außergewöhnliches Schauspiel, beschreibt es Max Rauecker. Die diesjährige Malteser Wallfahrt ist die zehnte seiner Art und die zweite seit Papst Benedikt XVI. auf dem Heiligen Stuhl wirkt. Seit der ersten Wallfahrt mit Menschen mit Behinderung in die Heilige Stadt im Jahr 1981, haben insgesamt rund 8500 Pilger an diesen Fahrten teilgenommen. Die letzte Malteser-Pilgerreise nach Rom fand 2008 statt.

Pressemeldung Malteser Hilfdienstes e.V. Traunstein

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