53 Millionen Euro: Haushalt auf Rekordhöhe

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Über 53 Millionen Euro schwer ist der Gesamthaushalt der Stadt Traunstein - ein Rekordhaushalt, wie es in der Stadtratssitzung hieß.

Traunstein - Die Finanzen der Stadt Traunstein sind auf einem guten Weg. Diese Kernaussage zeigt die vom Kämmerer Pankraz Maier in der vergangenen Stadtratssitzung vorgelegte Jahresrechnung 2011.

Das Zahlenwerk der Stadt Traunstein zeigt mit 53,3 Millionen Euro einen Gesamthaushalt auf Rekordhöhe, der sich um 6,7 Prozent erhöht hat.

Auch der Verwaltungshaushalt hat mit 43,5 Millionen Euro (plus 10,52 Prozent) ein Rekordniveau erreicht. Der Vermögenshaushalt lag bei 9,8 Millionen Euro. Die klaren Verbesserungen ermöglichten eine Zuführung in den Vermögenshaushalt in Höhe von 5,8 Millionen Euro. Die Einnahmeseite hat sich im vergangenen Jahr deutlich verbessert.

Gleichzeitig wies der Kämmerer darauf hin, dass auf der Ausgabenseite erhebliche Belastungen auf die Stadt zukommen würden. Hier nannte er exemplarisch die Kosten für die städtische Kinderkrippe sowie Ausgaben für die Krippen der freigemeinnützigen Träger. Auch die Kreisumlage und die Nachbesserung bei den Personalkosten seien dicke Brocken. "Es wird schwer möglich sein, diese Ausgabenmehrung durch Steuerzuwächse aufzufangen", betonte Maier, der sich trotzdem über eine eher überraschende Rücklagenzuführung in Höhe von 1,33 Millionen Euro auf nunmehr 3,7 Millionen Euro und eine Schuldenreduzierung von 19,6 Millionen Euro auf 18,4 Millionen Euro freuen konnnte. In der Spitze Anfang des Jahres 2000 nach der Neugestaltung des Stadtplatzes und dem Umbau des Rathauses lag der Schuldenstand bei fast 30 Millionen Euro.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke sagte, dass die gute Entwicklung bei den Stadtfinanzen auch eine Folge der "homogenen Zusammensetzung der Gewerbebetriebe" in der Stadt einerseits und andererseits eine Folge der sprudelnden Einnahmen in der Einkommensteuer sei. Traunsteins Steuereinnahmen würden prozentual nicht so stark ansteigen wie die mancher Nachbarstädte, in Krisenzeiten wie beispielsweise der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 aber auch nicht so tief sinken. Man habe "soldide gewirtschaftet" sagte das Stadtoberhaupt und "wir haben Spielräume".

Die Verschuldung in der Stadt wird gemäß vorhandener Planrechnungen auf eine Pro-Kopf-Verschuldung von unter 1000 Euro hinauslaufen. Trotz des erfreulichen Ergebnisses für das abgelaufene Kalenderjahr forderte Kösterke: "Die Konsolidierung muss weitergehen."

wz/Chiemgau-Zeitung

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