Von A wie Ausländerbehörde bis Z wie Zulassungsstelle

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Besonders bei der Jugend war das Internetcafé der Informations- und Kommunikationstechnik gefragt.

Traunstein - Viel los war am Tag der offenen Tür im Landratsamt Traunstein. Den Anlass für die Veranstaltung gab die Gebietsreform vor 40 Jahren.

Rund 4000 Leute kamen am Samstag im Laufe des Tages und zeigten großes Interesse, wie der Landkreis so funktioniert. Nach Auskunft von Pressesprecher Roman Schneider ist es den ganzen Tag schön flüssig und ohne "Stau" dahingegangen. Am Ende der Veranstaltung war der Landrat mit dem Besucherandrang natürlich "hochzufrieden".

"Wir wollen die Vielfalt präsentieren, die der Landkreis als modernes Dienstleistungsunternehmen für seine Bürger zu bieten hat", erklärte Landrat Hermann Steinmaßl in seiner Eröffnungsrede. Von A bis Z bedeutet dies: von der Ausländerbehörde bis zur Zulassungsstelle.

Eine Ausstellung erinnerte an die Gebietsreform vor 40 Jahren.

Laut dem Landrat ist der Landkreis inzwischen zu einem Unternehmen mit 320 Millionen Euro Umsatz und rund 2900 hochmotivierten Mitarbeitern angewachsen. Mit einer Ausstellung erläuterte man die Gebietsreform vor 40 Jahren, bei der ein großer Teil des ehemaligen Landkreises Laufen hinzu gekommen war. Zuvor hatten besonders die nördlichen Landkreisbürger aber noch einen harten Kampf zum Verbleib im Traunsteiner Landkreis zu bestreiten, denn der Wasserburger Landrat hatte ein Auge darauf geworfen, um seinen Landkreis zu erhalten. Dabei entstand der Wahlspruch "Von Schnaitsee bis zum Alpenrand bleiben wir im Kreis beinand". Dies war übrigens auch das Lösungswort für das Preisausschreiben, bei dem es als ersten Preis einen einstündigen Rundflug mit einem Motorsegler der Deutschen Alpensegelflugschule Unterwössen zu gewinnen gab.

Eine weitere Ausstellung zeigte die Geschichte des Landkreises seit 1945 bis heute von der Verwaltung des Mangels bis zum heutigen modernen Unternehmen anhand der Biografien der in diesem Zeitraum tätigen Landräte. Eine Fotoausstellung erinnerte zudem an den Besuch bei Papst Benedikt XVI. in Castel Gandolfo, bei dem ihm der Ehrenring des Landkreises verliehen wurde. Die Musikkapelle Inzing-Törring, die damals als "Papstmusik" dabei war, sorgte im Veranstaltungszelt für die musikalische Unterhaltung.

In den beiden Gebäuden rechts und links der Ludwig-Thoma-Straße gaben die Mitarbeiter aller Abteilungen und Sachgebiete den Besuchern einen Überblick über die gesamte Bandbreite und die Vielfalt ihres Aufgabenspektrums für viele Lebensbereiche. Natürlich war der Tag der offenen Tür nicht nur ein Besuchstag in den vielen Büroräumen. Die Organisatoren hatten ein umfangreiches Programm zusammengestellt.

Der Landrat eröffnete bei seinem Rundgang offiziell die Online-Auskunft des Bauamts, mit der jeder per Internet den aktuellen Bearbeitungsstand seines Bauantrags abfragen kann. Für Kinder gab es eine Kinderspielstraße mit vielen bunten Attraktionen. Die Ausländerbehörde bot einen Einbürgerungstest an.

Beim TÜV konnte man die MPU machen, ohne dass einem gleich der Führerschein abgenommen wurde. Im Kulturcafé wurden Kaffee und Kuchen zugunsten der Bürgerhilfestelle für die Unterstützung der Musikschulen im Landkreis verkauft. Die Gartenfachberatung informierte über "Leben im Grünen". Beim Sachgebiet Waffengebiet konnte jeder seine Schießkünste mit einem Lasergewehr ausprobieren. Ferner gab es einen Informationsstand über Ausbildungsmöglichkeiten im Landratsamt.

Besonders hoch im Kurs bei der Jugend stand das Internetcafé der Informations- und Kommunikationstechnik. Einige Fahrzeuge zeigte der Kreisbauhof. Sehr gefragt waren die Fahrten mit den Drehleitern, die die Feuerwehren aufgestellt hatten.

bjr/Chiemgau-Zeitung

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