Er wirtschaftete in die eigene Tasche

115-mal betrogen: Waginger Finanzberater muss hinter Gitter

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Traunstein/Waging - Gut vier Jahre lang flog sein Treiben nicht auf: Ein Finanzberater nahm das Geld seiner Kunden fast nur für eigene Zwecke - jetzt muss er ins Gefängnis.

Zwei Jahre und neun Monate muss der 66-Jährige ins Gefängnis. Das Urteil fiel am Montag vor dem Amtsgericht Traunstein, wie die Südostbayerische Rundschau berichtet. Der Waginger war vor Gericht geständig und ist nun in 115 Fällen der Untreue schuldig gesprochen worden. 

Bis 2008 war der heutige Rentner Geschäftsstellenleiter einer Bankfiliale im Landkreis, gewann dort das Vertrauen vieler Kunden. Danach war er als selbstständiger Finanzberater tätig: "Sie vertrauten dem Angeschuldigten total", so die Staatsanwaltschaft. Kontrollvollmachten über die Privatkonten wurden ihm übertragen, um das Geld gewinnbringend anzulegen - er wollte im Gegenzug von den Provisionen leben.

185.000 Euro abgezweigt

Als der Waginger dann aber in finanzielle Not kam, nutzte er die Gelder für sich. Ab 2011 wirtschaftete er großteils in die eigene Tasche: Insgesamt 185.000 Euro flossen auf sein eigenes Konto und auf das seines Sohnes. Insgesamt gibt es sechs Geschädigte zu beklagen, einer von ihnen wurde sogar um knapp 80.000 Euro betrogen. Erst 2016 flog das Treiben des Wagingers auf. 

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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