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AfD spricht von "Antidemokraten"

LaBrassBanda feiert "1:0"-Sieg über die AfD

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Ein massives Polizeiaufgebot trennte die Gegendemonstranten von den Teilnehmern der AfD-Wahlveranstaltung.

Traunstein - Eine Woche vor der Bundestagswahl wird der Wahlkampf auch in unserer Region immer rauer.

Nachdem die Anhängerschaft der AfD am Dienstag eine Wahlkampfrede von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Rosenheim massiv störte, erlebte sie dieses Vorgehen am Samstag selbst in Traunstein. Wenige Tage vor der Wahl will man dem politischen Gegner keine Kundgebung im öffentlichen Raum zugestehen. Als "Partei-Promi" war die Europaabgeordnete Beatrix von Storch gekommen.

In Rosenheim mobilisierte Müller noch den Gegenprotest, die Kanzlerin wurde ausgepfiffen und beschimpft,

 Die Chiemgauer Band LaBrassBanda um Frontmann Stefan Dettl feiert den Protest gegen die AfD-Kundgebung als Erfolg. Zufrieden postete die Band auf Facebook: "Traunstein: 1 Storchpartei: 0". 

Mit Blasmusik, aber auch mit Trillerpfeifen, Zwischenrufen und den Kirchenglocken von St. Oswald sollten die AfD-Redner auf den Stadtplatz übertönt werden. Die Polizei musste die Gegendemonstranten von der Kundgebung trennen, rund 20 linke Protestteilnehmer wehrten sich erheblich gegen diese Polizeikette, ein 20-Jähriger aus Garching wurde mit auf die Polizeiwache genommen. 

Bilder von der AfD-Kundgebung und Gegendemonstration

Nur rund 100 Zuhörer kamen zur Wahlkampfveranstaltung der AfD auf dem Traunsteiner Stadtplatz. © Günther Buthke
Auf einem zur Bühne umfunktionierten Anhänger sprach AfD-Bundesvorstandsmitglied Beatrix von Storch. © Günther Buthke
Dr. Renate Schunck (rechts) von der Friedensinitiative sprach bei der Gegenkundgebung des Bündnisses „Demokraten gegen rechts“ auf dem Maxplatz. © Günther Buthke
 © Günther Buthke
 © Günther Buthke

AfD nennt Gegendemonstranten "Antidemokraten"

Der Traunsteiner Kreisverband der AfD verurteilt die störenden Gegendemonstranten als "Antidemokraten". Das mag verwundern, denn der eigene AfD-Bundestagskandidat, Hans-Jörg Müller, führte am Dienstag in Rosenheim noch selbst den Demonstrationszug vom AfD-Mobil zur Bühne der Kanzlerin an. 

Gegenüber chiemgau24.de sagte Müller nun: "Beim Pfeifen findet leider kein Dialog mehr statt" Er verurteile das Niederpfeifen von Reden, egal ob es sich um Angela Merkel oder eine AfD-Kundgebung handelt. 

Besonders empört sich die AfD auf Facebook darüber, dass die Störungen auch während der Nationalhymne fortgesetzt wurden. 

Die Bundesrepublik werde der Weimarer Republik immer ähnlicher, meint Müller. Er sieht die Gesellschaft unversöhnlich in zwei Lager gespalten, "diese Eigendynamik kann niemand mehr stoppen", prognostiziert der Bundestagskandidat. Schuld daran habe aus seiner Sicht Merkels Politik gegen das eigene Volk.

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Kommentar: Alarmierender Hass gegen Merkel und Journalisten in Rosenheim und auf Facebook

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