Von Diebstahl über Körperverletzung bis Fahrerflucht

Jede Menge Straftaten in Traunreut begangen - und jetzt ins Gefängnis

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Traunstein/Traunreut - Es ist eine ganze Liste von Straftaten, die bei einem Russlanddeutschen zusammenkam - jetzt wurde ihm dafür eine Gefängnisstrafe aufgebrummt.

Er klaute, hob Geld von fremden Konten ab, fuhr betrunken und unter Drogeneinfluss Auto, obwohl er keinen Führerschein hat, baute dabei einen Unfall und beging dann Fahrerflucht: Für zwei Jahre muss ein 41-Jähriger aus dem Landkreis Donau-Ries jetzt ins Gefängnis. Er muss außerdem 1380 Euro Geldstrafe zahlen und darf für zwei Jahre keinen Führerschein machen. Das Urteil fiel am Dienstag vor dem Amtsgericht Traunstein.

Brieftaschen geklaut und Geld von fremden EC-Karten abgehoben

Die Taten spielten sich allesamt im Jahr 2016 in Traunreut ab. Im September 2016 klaute der Russlanddeutsche drei Mal bei Aldi Geldbeutel aus Einkaufskörben bzw. Handtaschen. 430 Euro und zwei EC-Karten ergaunerte er sich auf die Tour. Ein dritter Versuch bei Rewe misslang dem Mann, weil die Frau den Diebstahl bemerkte und dem 41-Jährigen den Geldbeutel wieder aus der Hand reißen konnte. Der fünfte Diebstahl im November 2016 bei einem Bäcker am Traunring war wieder erfolgreich: 120 Euro betrug die Beute aus einer geklauten Geldbörse. Mit den gestohlenen EC-Karten hob der Angeklagte dann insgesamt 830 Euro ab. 

Bei diesem Unfall kam dann alles zusammen

Außerdem wurde der Mann noch wegen eines Verkehrsunfalls im Juli 2016 bei Traunreut verurteilt - in einer langgezogenen Linkskurve krachte er in den entgegenkommenden Verkehr, drei Verletzte waren die Folge. Der 41-Jährige hätte aber aus gleich drei Gründen gar nicht fahren dürfen: Er hatte knapp ein Promille Alkohol im Blut, stand unter dem Einfluss von Kokain, Morphium und Kodein und hatte keinen Führerschein. Zu allem Überfluss beging der Mann dann auch noch Fahrerflucht. Zur anfänglichen Verwirrung der Polizei behauptete anschließend die Freundin des Angeklagten, dass sie gefahren sei.

Das Urteil vor dem Amtsgericht lautete am Dienstag also auf Diebstahl, versuchten Diebstahl, Computerbetrug, fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs, fahrlässige Körperverletzung, vorsätzliches Fahren ohne Fahrerlaubnis und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort. 

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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