Annette-Kolb-Gymnasium

36-mal die Note Eins vor dem Komma

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15 Absolventen hatten einen Schnitt von 1,5 oder besser. Herausragend war Julia Langwieder mit der Traumnote 1,0. Schulleiter Bernd Amschler gratulierte ihr.

Traunstein - 100 Abiturienten des Annette-Kolb-Gymnasiums (AKG) in Traunstein feiern: Am Freitag haben sie aus der Hand der Lehrer ihre Zeugnisse erhalten.

Für viele beginnt nun der nächste Abschnitt in ihrem Leben. Eine Reihe von ihnen beginnt ein Studium oder eine Berufsausbildung. So mancher geht zunächst ins Ausland.

Schulleiter Bernd Amschler beglückwünschte die überwiegend weiblichen Absolventen zu ihrem Erfolg: "Ihr bekommt heute Euer Reifezeugnis." Er wies darauf hin, dass es in der Vergangenheit durchaus nicht selbstverständlich gewesen sei, dass weibliche Schüler das Gymnasium besuchten. 1899 habe es erstmals Abiturientinnen gegeben. Amschler machte deutlich, dass Bildung nicht mit funktionalem Wissen gleichzusetzen sei. "Einfach einmal googlen ist Information, aber keine Bildung." Er hoffe, dass die jungen Absolventen "auf geistige Wendigkeit statt auf Sturheit und auf soziale Kompetenz statt auf Ellenbogen" setzen werden.

Elternbeiratsvorsitzende Birgit Haider ermutigte die Absolventen, Möglichkeiten zu suchen und zu entdecken, an die sie bisher nicht gedacht hätten. "Traut Euch etwas zu!", rief sie ihnen zu. Für die Schüler betonten die Abiturienten Louisa Rasp und Julian Hille, dass an dem Feiertag der Moment gekommen sei, auf den sie die gesamte Schulzeit gewartet hätten. Unter dem Lachen der Abiturienten, aber auch so mancher "Insider" in der Schulaula charakterisierten sie die abgehende Klassengemeinschaft mit den Worten "Vielfalt, Spaß und Engagement".

Oberstufenkoordinator Rudolf Haid sprach von einem "Jahrgang der Individuen, der es in Krisenzeiten verstanden hat, eine gut funktionierende Zweckgemeinschaft zu bilden". Es habe auch Zeiten gegeben, wo einige über die Strenge geschlagen hätten, was dann von mehreren zum Beispiel mit der Ableistung von Sozialstunden wieder ausgebügelt worden sei. Er freue sich aber vor allem über die gezeigten akademischen Qualitäten und "hervorragenden Leistungen". Diese Erfolge hätten gerade in den fortdauernden Debatten um das acht- und neunjährige Gymnasium auch den Lehrern gut getan.

Fast schon traditionell konnte das AKG mit einer Vielzahl von Einserschülern - zumeist jungen Frauen - aufwarten. Herausragend dabei Julia Langwieder mit der Traumnote 1,0. Aber auch Sarah Feiertag, Evamaria Hofmann und Dominik Winklmaier (alle 1,1) brillierten. Herausgestellt wurden auch die Spitzenergebnisse von Alexander Barbatsalos (1,2), Melanie Seiler, Ines Vanselow (beide 1,3), Maria Huber, Katrin Kotter, Nicola Lux, Elena Maier (alle 1,4), Julia Hohenadler, Dominika Huber, Clara Annina und Louisa Rasp, die sich über einen Notendurchschnitt von 1,5 freuen konnten. Auch weitere ausgezeichnete Leistungen wurden gewürdigt und herausgestellt. Die Geehrten konnten sich unter anderem über Buchpreise und die Möglichkeit der Förderung durch verschiedene Studienstiftungen und Studienprogramme freuen.

Der Jahrgang hinterließ gemäß dem Schulleiter "leistungsmäßig positive Spuren". Mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,18 sei das AKG sicher unter dem bayerischen Schnitt. Insgesamt stehe 36-mal eine Eins vor dem Komma. Er lobte daneben gerade auch jene, die das Schulleben durch ihr soziales und gemeinschaftsförderndes Engagement bereichert hätten: "Es gibt Leistungen innerhalb der Schule, die können wir nicht an Noten festmachen", so Amschler. "Aber davon lebt eine Schule."

Am Schluss der gut zweieinhalbstündigen Feier, die immer wieder durch gekonnte musikalische Einlagen an Harfe, Klavier und Gitarre sowie Sologesängen untermalt wurde, sangen die Absolventen als Chor die "Hymne der Abiturienten": "We are the champions!"

awi

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