Zwei Schritte näher an der Millionenspende

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Oberbürgermeister Christian Kegel präsentierte konkrete Zahlen.
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Traunstein - Für die Errichtung eines Salinenparks in Traunstein will ein unbekannter Spender eine Millionen Euro locker machen. Doch bislang tat sich die Stadt schwer, das Geld anzunehmen.

In der Sitzung vom 02. Oktober wurde sich der Stadtrat nicht einig darüber, ob man die eine Millionen Euro für die Errichtung eines Salinenparks in Traunstein annehmen soll. Unter anderem waren einigen Mitgliedern die Informationen über die Kosten eines solchen Projekts zu vage. Daher wurde der Beschluss damals zurückgestellt. In der Zwischenzeit hat die Stadtverwaltung aber ihre Hausaufgaben gemacht und so konnte Oberbürgermeister Christian Kegel dem Kultur- und Sportausschuss, sowie dem Finanzausschuss die konkreten Zahlen präsentieren.

Demnach soll von der Millionenspende zirka 590.000 Euro für den Grunderwerb der Fläche - auf der sich derzeit noch die Sporthalle des TV-Traunstein befindet - ausgegeben werden. Rund 30.000 Euro fallen für die Grunderwerbs-Nebenkosten an. Der Abriss der Turnhalle kostet rund 200.000 Euro. "Somit bleiben noch zirka 180.000 Euro für die Gestaltung des Parks. Wir deckeln die Kosten so, dass die eine Millionen Euro ausreichen werden. In den Haushalt wird nicht eingegriffen", so der Oberbürgermeister.

Die Pflege des Geländes übernehme die städtische Gärtnerei. Auch sei die Entscheidungshoheit des Gremiums nicht in Gefahr, weil eine Arbeitsgruppe - bestehend aus Stadtrats-Mitgliedern - die Planung des Parks übernehmen werde. Kegel sprach sich daher auch für das Projekt aus: "Gerade für die Bewerbung um die Landesgartenschau 2022 ist der Salinenpark von großer Bedeutung", so der Oberbürgermeister.

Doch ganz ohne Auflagen will der Spender das viele Geld nicht hergeben. Unter anderem will er sicherstellen, dass die Stadt das Gelände erst 25 Jahre nach der Eröffnung des Parks veräußern oder bebauen darf. Und genau daran störte sich Hans Zillner (CSU) vom Kultur- und Sportausschuss. "Wenn man bedenkt, dass die Errichtung des Parks rund drei bis vier Jahre dauern wird, dann sind wir schon fast bei 30 Jahren. Das erscheint mir sehr viel." Sein Vorschlag: Den Zeitrahmen auf 15 Jahre nach der Eröffnung zu verkürzen. "So könnte man auch leichter eine Mehrheit im Stadtrat bekommen, denn bislang stören sich noch viele an diesem Zeitplan", so Zillner.

Der Oberbürgermeister sicherte daher den Ausschuss-Mitgliedern zu, dass er über diesen Punkt mit dem Spender und dem Förderverein Alt-Traunstein e.V. bis zur Stadtratssitzung am Donnerstag reden werde. Bei der anschließenden Abstimmung wurde der Beschluss einstimmig angenommen.

Doch das war an diesem Dienstag nur die halbe Miete für den Oberbürgermeister, denn auch der Finanzausschuss musste noch seine Zustimmung für das Projekt geben. Auch hier stieß der Salinenpark in Traunstein nicht bei allen Mitgliedern auf Gegenliebe. Wolfgang Osenstätter (CSU) sprach sich klar dagegen aus, weil er eine grüne Wiese in der Stadt nicht befriedigend finde. "Ich hätte mir hier ein tolles Bauwerk gewünscht." Ernst Haider (UW) dagegen äußerte seine Bedenken über den Verbleib des Turnhallen-Kellers nach dem Abriss des Gebäudes. Doch dem setzte der Oberbürgermeister entgegen, dass in dem Angebot der Abbruch-Firma der komplette Ausbau des Kellers enthalten sei. Mit sechs zu zwei Stimmen wurde der Beschluss bei der anschließenden Abstimmung angenommen. Am Donnerstag muss nun der Stadtrat über das weitere Verfahren entscheiden.

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