Beer-Prozess: Urteil rückt näher

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Stefan Beer (links) mit seinem Verteidiger an einem früheren Prozesstag

Traunstein - Der Prozess um die Eggstätter Kassenaffäre geht in die entscheidende Phase. Schon bald wird das Urteil fallen.

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Der Prozess gegen Eggstätts Ex-Bürgermeister Stefan Beer am Landgericht Traunstein geht in die letzte Runde. Am Montag haben Verteidigung und Staatsanwaltschaft ihre Plädoyers verlesen.

Der 50-Jährige ist wegen Verleitung eines Untergebenen zu einer Straftat angeklagt, wie es im Strafgesetzbuch steht. Der Gemeinde nahe dem oberbayerischen Chiemsee entstand durch die Betrügereien einer Gemeinde-Angestellten ein Schaden von fast 35.000 Euro. Beer soll die ehemalige Kassenverwalterin gedeckt haben, als diese das Geld aus der Kasse unterschlug. Die Frau war gleichzeitig Beers Geliebte.

Acht Monate Haft gefordert

Der Staatsanwalt forderte in seinem Plädoyer am Montag acht Monate Haft, ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung. Zusätzlich wäre laut Staatsanwaltschaft eine Schadenswiedergutmachung in Höhe von 5000 Euro angemessen. Das Geld soll an eine gemeinnützige Organisation gezahlt werden. Er stellte fest, dass Beer das Verhalten der Mitarbeiterin billigend geduldet hätte. Zudem warf er der Verteidigung des CSU-Politikers vor, in dem Verfahren "Nebelbomben geworfen" und "Verwirrung gestiftet" zu haben.

Der Anwalt von Stefan Beer plädierte auf Freispruch. Beer habe sich nicht falsch verhalten, es sei keine Untreue entstanden. Stefan Beer selbst vedeutlichte in seinen abschließenden Worten noch einmal sein langjähriges Engagement für die Gemeinde Eggstätt. Er sei froh, dass der Prozess bald zu Ende gehen würde. Außerdem hoffe er, dass dann wieder Ruhe und Frieden in seine geliebte Gemeinde einziehen könne. 

Am 26. März wird das Urteil im "Beer-Prozess" erwartet.

red ro24

 

Quelle: rosenheim24.de

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