Selbstgewählter Name für Jugendtreff

"Begriff negativ behaftet": Stadträte hadern mit der Jugend

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Die zusätzlichen, neuen Räume für den Jugendtreff befinden sich im ehemaligen Café "CappuVino" im Rathausinnenhof.
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Traunstein - Seit Januar ist das Übergangsquartier für den Jugentreff im Café im Rathausinnenhof bezogen - doch der Name, den die Jugend dafür wählte, schmeckt nicht allen. *Mit Voting*

"Fluchtpunkt" soll der neue Jugendtreff künftig heißen - so will es die Mehrheit der Jugendlichen, die dort regelmäßig ein- und ausgehen. Doch als auch der Traunsteiner Hauptausschuss den Namen absegnen sollte, gab es einige kritische Stimmen: "Der Begriff ist negativ behaftet. Es hätte bessere Namen gegeben die positiver rüberkommen", so zum Beispiel Stefan Namberger.

Bedenken wegen der "Außenwirkung"

Oberbürgermeister Kegel klärte auf, dass der Name nichts mit der Flüchtlingsbewegung zu tun hätte, sondern für einen Ort stehe "an dem sich die Jugendlichen zurückziehen können". Auch Christa Fuchs oder Ernst Haider zeigten sich wegen der "Außenwirkung" des Namens "nicht glücklich, weil er verschiedenste Interpretationen zulässt". Doch die Jugendlichen stimmten ab - "Fluchtpunkt" bekam eine Mehrheit. 

"In der Sprache der Jugendlichen macht das Sinn. Wir sollten ihnen keinen anderen Namen aufoktroyieren", so Kegel. Auch Traudl Wiesholler-Niederlöhner merkte an: "Wir sollten nicht wieder was reglementieren. Dass wir beim Thema Alkohol so restriktiv umgegangen sind, haben viele schon nicht verstanden. Als Stadt sollten wir nicht wieder 'Nein' sagen."

Schließlich doch noch Zustimmung

Schließlich rang sich der Hauptausschuss mit 8:1 Stimmen dazu durch, dem Namen "Fluchtpunkt" doch zuzustimmen. Nur Christa Fuchs war auch nach der Diskussion noch dagegen. 

Seit Januar hat der Jugendtreff in der Höllgasse die zusätzlichen Räume im ehemaligen Café "CappuVino" im Rathausinnenhof als Übergangsräume, bis eine endgültige Lösung für den Jugendtreff gefunden ist. Ende März entschied sich der Stadtrat in dieser Angelegenheit für einen Kompromiss, dass die Güterhalle nicht saniert werden soll - obwohl ein Jahr nach dem Bürgerentscheid dessen Bindefrist für die Politik inzwischen erloschen ist. Denn ein Grund für einen "kostengünstigeren Neubau" in Bahnhofsnähe, wie ihn die Bürgerinitiative forderte, konnte nicht gefunden werden.

xe

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