Verhandlung nach Unfall in Petting

Betrunken in Jugendliche gerast? Zwei junge Männer vor Gericht

Ein Auto fuhr bei Petting in Fußgänger und kracht dann in einen Holzstadl. Der Fahrer und sein Beifahrer müssen sich nun vor dem Landgericht Traunstein verantworten
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Ein Auto fuhr bei Petting in Fußgänger und kracht dann in einen Holzstadl. Der Fahrer und sein Beifahrer müssen sich nun vor dem Landgericht Traunstein verantworten

Traunstein/Petting - Ein 19- und ein 21-Jähriger müssen sich am Mittwoch, 15. Juli unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung und unerlaubtem Entfernen vom Urfallort vor dem Landgericht Traunstein verantworten. 

Großes Glück hatten drei Männer am 9. Februar 2019. Als diese auf der Gemeindeverbindungsstraße von Sondershausen Richtung Kirchhof im Gemeindegebiet von Petting zu Fuß in der Wiese neben der Straße unterwegs waren, sollen die beiden Angeklagten, Fahrer und Beifahrer, mit ihrem Pkw von der Straße abgekommen sein und die Geschädigten so erfasst haben, dass sie durch die Luft geschleudert und erheblich verletzt wurden. 


Autoinsassen waren schwer betrunken

Ein Atemalkoholtest stellte bei den Beschuldigten einen Promillewert von 1,66 und 1,89 fest. Nach der Kollision seien die Beiden einfach weitergefahren und aufgrund des Alkoholeinflusses mit dem Fahrzeug erneut nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine neben der Fahrbahn stehende Scheune geprallt sein. 

Schwerer Unfall zwischen Auto und Fußgängern bei Petting

 © FDL/Lamminger
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Wie die Polizei damals mitteilte, hatten sich die Angeklagten Personen auf dem Grundstück eines Zeugen versteckt. Gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten gaben diese Personen allerdings an, das Auto nicht gefahren zu haben. Angeblich wäre eine andere Person gefahren, die in Begleitung einer jungen Frau in Richtung des angrenzenden Waldes davon gelaufen sei.

Zur Überprüfung dieser Angaben führte die Polizei damals umfangreiche Suchmaßnahmen durch. Ein Sachverständiger des bayerischen Landeskriminalamtes sowie ein Mediziner der Rechtsmedizin München waren zudem zur Sicherung erforderlicher Spuren vor Ort. Ein rechtsmedizinisches Gutachten sowie DNS-Auswertungen sollen laut Polizeibericht mit hoher Wahrscheinlichkeit geklärt haben, wer wirklich gefahren ist. Demnach dürften dritte Personen, wie ursprünglich behauptet, nicht im Spiel gewesen sein.

Die beiden Männer werden der fahrlässigen und vorsätzlichen Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort angeklagt. Der Prozess beginnt am 15. Juli um 9 Uhr vor dem Landgericht Traunstein.

jb

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