Verhandlung am Amtsgericht Traunstein nach Unfall 

Betrunken in Gruppe Jugendlicher bei Petting gerast - Beifahrer verurteilt

Betrunken in Personen in Petting gerast? Zwei junge Männer vor dem Amtsgericht Traunstein - Prozess geteilt
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Ein Auto fuhr bei Petting in Fußgänger und krachte dann in einen Holzstadl. Der Fahrer und sein Beifahrer mussten sich vor dem Amtsgericht Traunstein verantworten. Einer wurde bereits verurteilt.

Traunstein/Petting - Am Mittwoch, 15. Juli begann der Prozess gegen einen 19- und einen 21-Jährigen. Sie sollen betrunken in eine Fußgängergruppe gefahren und dann einfach abgehauen sein. Das Verfahren wurde nun geteilt, der Beifahrer bereits verurteilt.

Das Amtsgericht Traunstein teilte mit, dass der damals 19-jährige Beifahrer am vergangenen Mittwoch, 15. Juli, der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gesprochen wurde. Das Verfahren gegen die zwei jungen Männer, Fahrer und Beifahrer, die am 9. Februar 2019 in eine Gruppe Fußgänger gerast sein sollen, wurde aufgeteilt. Gegen den damals 21-jährigen Fahrer wird also gesondert verhandelt. 


Das Gericht wies den Beifahrer an, für die Dauer von mindestens drei Monaten Beratungsgespräche zum Thema Sucht, Schwerpunkt Alkohol, zu führen. Außerdem muss er für eine Woche in Dauerarrest, darf für ein Jahr keinen Alkohol trinken und muss an einem sozialen Trainingskurs teilnehmen.

Das war passiert

Am 9. Februar 2019 gingen drei Männer auf der Gemeindeverbindungsstraße von Sondershausen Richtung Kirchhof im Gemeindegebiet von Petting zu Fuß in der Wiese neben der Straße. Die beiden Angeklagten sollen auf der selben Strecke mit ihrem Pkw von der Straße abgekommen sein und die Geschädigten so erfasst haben, dass sie durch die Luft geschleudert und erheblich verletzt wurden. 


Autoinsassen waren schwer betrunken

Ein Atemalkoholtest stellte bei den Beschuldigten einen Promillewert von 1,66 und 1,89 fest. Nach der Kollision seien die beiden einfach weitergefahren und aufgrund des Alkoholeinflusses mit dem Fahrzeug erneut nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine neben der Fahrbahn stehende Scheune geprallt sein. 

Schwerer Unfall zwischen Auto und Fußgängern bei Petting

 © FDL/Lamminger
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Wie die Polizei damals mitteilte, hatten sich die Angeklagten auf dem Grundstück eines Zeugen versteckt. Gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten gaben diese Personen allerdings an, das Auto nicht gefahren zu haben. Angeblich wäre eine andere Person gefahren, die in Begleitung einer jungen Frau in Richtung des angrenzenden Waldes davongelaufen sei.

Zur Überprüfung dieser Angaben führte die Polizei damals umfangreiche Suchmaßnahmen durch. Ein Sachverständiger des bayerischen Landeskriminalamtes sowie ein Mediziner der Rechtsmedizin München waren zudem zur Sicherung erforderlicher Spuren vor Ort. Ein rechtsmedizinisches Gutachten sowie DNS-Auswertungen sollen laut Polizeibericht mit hoher Wahrscheinlichkeit geklärt haben, wer wirklich gefahren ist. Demnach dürften dritte Personen, wie ursprünglich behauptet, nicht im Spiel gewesen sein.

Die beiden Männer wurden der fahrlässigen und vorsätzlichen Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort angeklagt. Der Prozess begann am 15. Juli um 9 Uhr vor dem Amtsgericht Traunstein. Wann der Prozess gegen den Fahrer startet, ist noch unklar.

jb

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