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FFW Haslach im vergangenen Jahr zu 81 Einsätzen ausgerückt

Brandmeister Martin Thullner zum Ehrenkommandanten ernannt

Die Freiwillige Feuerwehr Haslach ernannte Martin Thullner zu ihrem Ehrenkommandanten. Von links Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer, Kreisbrandrat Christof Grundner, Ehrenkommandant Martin Thullner, Kommandant Stefan Breitling und zweiter Kommandant Klaus Kropp.
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Die Freiwillige Feuerwehr Haslach ernannte Martin Thullner zu ihrem Ehrenkommandanten. Von links Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer, Kreisbrandrat Christof Grundner, Ehrenkommandant Martin Thullner, Kommandant Stefan Breitling und zweiter Kommandant Klaus Kropp.

Bei der Jahreshauptversammlung im Angerbauer Hof ernannte die Freiwillige Feuerwehr Haslach den Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Brandmeister Martin Thullner, für sein außerordentliches Wirken zu ihrem Ehrenkommandanten. Thullner war von 1993 bis 2011 Kommandant der Haslacher Wehr.

Traunstein – Der Ehrenkommandant trat 1975 in den aktiven Dienst ein. Seit 1978 war er 18 Jahr Gruppenführer. Er war maßgeblich bei der Einführung des Atemschutzes beteiligt. In seine Zeit als Kommandant fielen zum Beispiel der Bau des neuen Feuerwehrhauses und die Umstellung der Alarmierung. Von 2010 bis 2017 war Thullner noch einmal Gruppenführer. Er habe die Feuerwehr Haslach von der Dorf- zur Stadtfeuerwehr geführt und die Ortsteilstruktur in ein neues Feuerwehrzeitalter geführt, sagte Kommandant Stefan Breitling. „Martin Thullner war fast 40 Jahre in Führungspositionen tätig. Mit seinem großen Wissen war er eine souveräne Führungskraft“, betonte Breitling.

In seinem Jahresrückblick berichtete Kommandant Breitling von 81 Einsätzen und nannte dies „eine stolze Zahl“. Die Einsätze unterteilten sich in 38 technische Einsätze, 18 Brandeinsätze, 17 Einsätze mit Brandmeldeanlagen oder Rauchmeldern, vier Gefahrstoffeinsätze sowie vier sonstige Einsätze. Die 65 aktiven Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen leisteten dabei 912 Einsatzstunden. Breitling unterstrich, dass die Feuerwehr wegen der Corona-Maßnahmen extrem gefordert und der Einsatzdienst extrem schwierig gewesen sei. Mit Stolz berichtete er, dass die Haslacher Wehr bisher keinen Corona-Infektionsherd gehabt habe.

Bei 14 Übungen leisteten die Aktiven 1512 Übungsstunden. Für die Übungsvorbereitung wurden zudem 62 Stunden aufgewendet. Erfreut war der Kommandant, dass die Übungsbeteiligung bei 90 Prozent gelegen hat. Besonders hob er die Indienststellung des Löschgruppenfahrzeugs LF 20 im Oktober hervor. Die Feuerwehrleute hätten zweieinhalb Monate geübt, um das neue Einsatzfahrzeug kennenzulernen, sagte Breitling.

Der Kommandant beförderte Dr. Christina Schreiner zur Oberfeuerwehrfrau, Andreas Wagner zum Oberfeuerwehrmann und Andreas Neuner zum Löschmeister. Für 50 Jahre aktiven Dienst wurden Ernst Rachl und Hans Gfaller gehrt, für 30 Jahre Thomas Ortner. Seit zehn Jahren aktiven Dienst leisten Florian Kropp, Stefan Maaßen, Michael Schierl und Ferdinand Wernberger. Das Feuerwehrehrenzeichen für 25 Jahre aktive Dienstzeit erhielt Stefan Lapper.

Für die sieben Buben der Jugendfeuerwehr sei es kein leichtes Jahr gewesen, da diese nicht „systemrelevant“ sei, betonte Jugendwart Stefan Lohwieser. Man habe viele Online-Übungen gemacht. Die Jugendlichen hätten gut durchgehalten und 80 Prozent der Übungszeit geschafft.

Der Feuerwehrehrenzeichen für 25 Jahre aktive Dienstzeit erhielt Stefan Lapper (Mitte). Auf dem Foto sind ferner (von links) Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer, zweiter Kommandant Klaus Kropp, Kommandant Stefan Breitling und Kreisbrandrat Christof Grundner.

Corona-bedingt ruhig war es das Jahr 2020 beim Feuerwehrverein. In Januar beteiligte er sich bei der „Aktion Christbaum“ der Traunsteiner Stadtfeuerwehren, veranstaltete seine Kegelmeisterschaft im Wochinger Brauhaus und lud die Schäfflertanzgruppe der Kolpingfamilie zu einer Aufführung ein. Im Mai war der Verein beim Richtfest des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Hochberg dabei. Jedoch hätten die Aktiven aufgrund der gesetzlichen Vorgaben eineinhalb Jahre Gewaltiges geleistet, sagte der Vorsitzende Thullner.

Bei den Neuwahlen wurde der Vereinsvorsitzende Thullner in seinem Amt wiedergewählt. Das Amt des zweiten Vorsitzenden übernahm Ferdinand Wernberger von Hans Englmaier. Kassier bleibt Andreas Neuner. Ebenso bestätigt wurde Christian Mehringer als Schriftführer. Beisitzer sind wieder Thomas Grella und Stefan Kaiser. Neu ist Dr. Christina Schreiner. Sie ersetzt den bisherigen Beisitzer Rudi Friedlhuber.

Der Verein ehrte Karl Rosenegger für 65 Jahre, Franz Ortner und Alois Zeilinger für 60 Jahre sowie Ernst und Josef Rachl und Hans Gfaller für 50 Jahre Mitgliedschaft.

Im gesamten Landkreis Traunstein habe es keine nennenswerten Ausfälle durch Corona gegeben, erklärte Kreisbrandrat Christof Grundner. Dies liege an der Disziplin der Feuerwehrleute. Bei den Einsätzen erinnerte er an die Bombenfunde in Traunstein und die Unwetter. Grundner sprach mit Blick auf die Unwetter von einem „komischen Sommer“. Er dankte allen Aktiven, dass sie in schwierigen Zeiten dabei geblieben seien.

Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer wies auf die bedeutende Zunahme an Arbeit, Verantwortung und Einsätzen hin, weil die Stadt Traunstein im Westen wachse und lobte das Engagement der Ehrenamtlichen im Feuerwehrverein sowie im aktiven Dienst. Mit zwei Bombenfunden und zwei Hochwassern habe es große Einsätze gegeben. Er bedauerte, dass die Einweihung des Löschgruppenfahrzeugs nur im kleinen Kreis stattfinden konnte. Ferner betonte Hümmer die stets gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung.

bjr

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