Kommunalwahl 2014 in Traunstein

Hauchdünn! Kegel neuer OB in Traunstein

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Traunstein - Es war ein unglaubliches Kopf-an-Kopf-Rennen. Zuletzt setzte sich aber Christian Kegel durch und ist damit neuer Oberbürgermeister von Traunstein!

Das Rennen war unglaublich knapp, wobei der Herausforderer Christian Kegel (SPD) von Anfang an einen minimalen Vorsprung herausarbeiten konnte. Amtsinhaber Manfred Kösterke holte jedoch im Laufe der Auszählung noch gut auf. Doch es reichte am Ende nicht für den bisherigen Amtsinhaber:

Christian Kegel (SPD): 50,76 Prozent

Manfred Kösterke (UW): 49,42 Prozent

Die Wahlbeteiligung bei dieser Oberbürgermeister-Stichwahl in Traunstein lag bei schwachen 44,97 Prozent.

Fotos vom Wahlabend:

So war der OB-Wahlabend in Traunstein:

Wir stellen Ihnen die Kandidaten noch einmal vor:

Christian Kegel (SPD, links) und Manfred Kösterke (UW)

Bei der Stichwahl am 30. März stehen sich Manfred Kösterke (UW) und Christian Kegel (SPD) gegenüber. Der amtierende Oberbürgermeister Kösterke erhielt im ersten Wahlgang 41,70 Prozent der Stimmen. Sein Gegenüber von den Sozialdemokraten schloss mit 23,36 Prozent ab.

Manfred Kösterke ist 51 Jahre alt, in Traunstein geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 2000 ist er bei den Unabhängigen Wählern Traunstein, und seit Mai 2002 Mitglied im Stadtrat. Am 15. Juli 2008 wurde Kösterke in einem außerplanmäßigen Urnengang zum Oberbürgermeister der Kreisstadt gewählt.

Christian Kegel ist 50 Jahre alt, gebürtiger Niederbayer, verheiratet und Vater eines 16-jährigen Sohnes. Seit dem Jahre 1992 ist er als Gymnasiallehrer tätig und unterrichte seit September 2000 am Chiemgau-Gymnasium die Fächer Latein und Sport. Vorsitzender der SPD Traunstein ist Kegel seit 2011.

Die persönlichen Unterschiede:

Kösterke setzt im Wahlkampf auf seine langjährige Verbundenheit mit der Kreisstadt und sein Engagement für Traunstein: "Als geborener Traunsteiner bin ich mit allen im Gespräch. Ich kann meine langjährige Erfahrung im Stadtrat, als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke und als Verwaltungschef von 350 Mitarbeitern zum Besten aller Traunsteiner einsetzen." Die Berufliche Sachkompetenz helfe ihm, die Interessen der Menschen überall, ob untereinander, gegenüber Landkreis, Ministerien oder auf Regierungsebene bestmöglich zu vertreten.

Kegel hingegen sieht sich selbst als "lebendiges Beispiel für eine gelungene Integration, denn als in Abensberg gebürtiger Niederbayer besitze ich quasi einen Migrationshintergrund. Aber dank intensiver Sprachkurse und Einführung in die oberbayerischen Gepflogenheiten durch meine aus Bad Reichenhall stammende Frau habe ich es schon zu einem recht akzeptablen Niveau geschafft und hoffe diese Kenntnisse noch vertiefen zu dürfen." Er habe gegenüber seinem Mitbewerber mehr Mut zur Veränderung und sei näher am Menschen. "Manfred Kösterke ist ein typischer Jurist, was bestimmt andere Vorteile hat. Aber ich bin eher der herzliche Mensch."

Die politischen Unterschiede:

Der amtierende Oberbürgermeister Manfred Kösterke sieht den Vorteil seiner Politik darin, Entscheidungen unabhängig treffen zu können: "Ich setze mein ganzes Herz und meine Tatkraft frei von Parteizwängen oder Parteivorgaben auf landes- oder bundespolitischer Ebene nur für die Interessen der Bürger von Traunstein ein." Er habe zur Lösung der Zukunftsaufgaben aufeinander abgestimmte, eigene Konzepte vorgeschlagen. Darüber müsse man nun mit den Bürgern reden. "Dann müssen aber auch Taten folgen."

Für den Sozialdemokraten Kegel ist ein Ziel, zukünftig einen Jugendbeirat in der Stadt zu installieren: "Ich will junge Leute so frühzeitig für Politik interessieren und sie dazu bringen, aktiv die Stadtrats-Arbeit mitzugestalten.

Wahlergebnisse:

Hier finden Sie die Wahlergebnisse und die Wahlbeteiligung vom 16. März. Am 30. März finden Sie an dieser Stelle, gegen 19 Uhr, auch die aktuellen Ergebnisse der Stichwahl in Traunstein.

Rubriklistenbild: © ps

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