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Breite Palette an Themen bei Traunsteiner Bürgerversammlung

Weihnachtsbeleuchtung, Windräder, Wohnungen: OB Hümmer stellt sich Bürgerfragen

Oberbürgermeister Christian Hümmer bei der Bürgerversammlung 2022 in Traunstein.
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Oberbürgermeister Christian Hümmer bei der Bürgerversammlung 2022 in Traunstein.

Die internationalen Krisen prägen auch die Stadtpolitik: bei der Bürgerversammlung musste sich OB Hümmer vor allem diesen „Krisen-Fragen“ stellen - aber auch lokale Traunsteiner Themen kamen zur Sprache.

Traunstein - Dass zumindest die Corona-Krise aktuell nicht die größte Rolle spielt, bewies bereits der Auftakt zur Bürgerversammlung in Traunstein am Dienstagabend (11. Oktober): ein Video mit Impressionen vom prall gefüllten Festjahr 2022 - Kultsommer, Frühlingsfest, die italienische Nacht oder das Königinnentreffen. „Die Sperrung des Stadtplatzes für den Verkehr an den Sommerabenden hat sich bewährt und die neue italienische Nacht war ein voller Erfolg“, zog Oberbürgermeister Christian Hümmer (CSU) zufrieden Bilanz.

Bürgerversammlung 2022 in Traunstein: Energiekrise als Hauptthema

Doch die kalte Jahreszeit steht bevor und die Energiekrise wird dadurch spürbar: Halbe Leuchtkraft der Straßenlaternen nachts und nur noch maximal 19 Grad in den öffentlichen Gebäuden - „es hilft nichts“, so Hümmer. Nachts so gut wie alles abdrehen, wie es beispielsweise in Bad Reichenhall gemacht wird, sei aber nicht richtig: „Wir müssen‘s verhältnismäßig machen.“ Eine Traunsteinerin wollte dementsprechend wissen, wie man heuer mit der Weihnachtsbeleuchtung umgeht. „Ganz ohne Licht in Richtung Weihnachten zu gehen, kann ich mir nicht vorstellen“, so Hümmer. Man werde aber „klug überlegen“, auf welche Beleuchtungen man verzichten könne.

Rund 50 Traunsteiner besuchten die Bürgerversammlung im Sternbräu.

Sparen allein helfe in der Energiekrise aber nicht. Auch das Angebot müsse ausgeweitet werden. „Wir müssen schauen, wie wir uns autark machen, das wird das große Thema der Zukunft“, so Christian Hümmer. Die Stadtwerke hoffen dabei auf ein Fernwärmenetz im Zuge eines möglichen Geothermiewerks in der Umgebung. Und über PV-Anlagen will man auch selbst mehr Strom produzieren. Die Frage der Windkraft stelle sich zwar für die Stadt Traunstein nicht unbedingt konkret - jedoch sind die Landkreise im Südosten Oberbayerns gerade dabei, Verbreitungsgebiete für Windräder festzulegen. „Wir müssen uns an ein verändertes Landschaftsbild gewöhnen“, prophezeite der Oberbürgermeister.

„So viele von uns haben sich in Arbeitskreisen zum Klimaschutzkonzept engagiert. Jetzt fühlen wir uns im Stich gelassen und ausgebootet“, machte eine Traunsteinerin OB Hümmer den Vorwurf - doch der Versprach: „Wir gehen das Klimaschutzkonzept Stück für Stück an und werden die Aktiven aus den Arbeitskreisen demnächst auch wieder einladen um den Fahrplan abzustecken.“ Doch durch das zweifach verpasste Quorum bei den Bürgerentscheiden habe das Thema etwas gestockt - und alle Maßnahmen müssten natürlich auch finanzierbar sein: „Ich freue mich also auf konkret umsetzbare Vorschläge“, so Hümmer.

Ein weiteres, großes Thema, das auf der Bürgerversammlung zur Sprache kam: Wohnen. „Ich kenne so viele, die herziehen wollen, aber die Wohnungen in Traunstein sind teils unbezahlbar“, so ein Traunsteiner. Dazu kämen viele Flüchtlinge, unter anderem aus der Ukraine. Der Oberbürgermeister verwies auf die neu gegründete Wohnungsbaugesellschaft. Bis 2026 werde sie 85 städtische Wohneinheiten bauen - zusätzlich zu den 300, die schon im Besitz der Stadt sind. „Und wir wollen auch Einheitswohnungen mit mittlerem Standard bauen, um günstige Mietpreise anzubieten“, so Hümmer. Auch gebe es Überlegungen zu kommunalen Reihenhäusern. „Und nicht nur wir bauen, auch die Genossenschaft Haidforst baut oder der Landkreis baut.“

xe

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