Prozess vor Landgericht beginnt

Trio soll Notruf verhindert haben - Burghauser in Lebensgefahr

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Burghausen/Traunstein - Am 30. Januar beginnt vor dem Landgericht der Prozess gegen drei Männer, die den Notruf für einen bewusstlosen Burghauser verzögert haben sollen.

War es versuchter Mord? Ab dem 30. Januar müssen sich drei Männer aus dem Drogenmilieu vor der 5. Strafkammer des Landgerichtes Traunstein wegen des Vorwurfs des gemeinschaftlichen versuchten Mordes sowie gefährlicher Körperverletzung in sechs Fällen und gemeinschaftlicher Nötigung verantworten.

Hintergrund ist ein Vorfall in einer Burghauser Wohnung, die keinem der drei Angeklagten gehören soll. Demnach soll dort am Nachmittag des 8. April vergangenen Jahres ein Mann zusammengebrochen sein, nachdem er mittels einer Spritze Drogen verabreicht bekommen haben soll. Das Aufwecken des Mannes mittels Schlägen und einer injizierten Salzlösung soll fehlgeschlagen sein.

Daraufhin wollten die Bewohnerin und ein weiterer Mann einen Notruf absetzen, wovon sie durch Schläge und das Wegnehmen ihres Mobiltelefons von den drei Angeklagten gehindert worden sein sollen. Stattdessen sollen die drei Männer den Betroffenen in eine Badewanne gepackt und mit eiskaltem Wasser übergossen haben.

Erst nach rund zwei Stunden soll es dem vierten Mann gelungen sein, die Wohnung zu verlassen und einen Notruf zu tätigen. Als die Rettungskräfte eintrafen, ist das Trio geflohen. Der Verletzte schwebte zu dieser Zeit in großer Lebensgefahr.

ksl

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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