Auch ein Eröffnungsdatum haben die Initiatoren schon im Kopf

„Chiemgau-Welle“ für Surfer in Traunstein: Heuer soll es in die Vollen gehen

Surferwelle am Mühlbach in Traunstein
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Visualisierung, wie es rund um die geplante Surferwelle am Mühlbach in Traunstein künftig aussehen könnte. Wird die Welle nicht gebraucht oder herrscht Hochwasser, kann die Rampe „inaktiv“ gestellt werden.  

Es sind dicke Bretter, die die Initiatoren der „Chiemgau Welle“ zu bohren haben, aber sie kommen voran: Geht ihr Plan auf, wird die Surferwelle am Traunsteiner Mühlbach noch heuer gebaut. Wir haben alle Details.

Traunstein - Es geht in kleinen Schritten voran, aber es geht voran: Das Projekt der „Chiemgau Welle“ für Surfer in Traunstein ist jetzt in der Bauplanung. Konkret sucht der Verein nun Werbepartner und startet im Mai ein Crowdfunding, um dann im Oktober endlich mit dem Bau der Surferwelle am Mühlbach beginnen zu können. Nach einem Testbetrieb über die Wintermonate ist es das Ziel vom 1. Vorstand Hannes Weininger, die Welle im Mai 2022 offiziell zu eröffnen.

Kosten für Surferwelle in Traunstein bei 620.000 Euro

Die geschätzten Baukosten liegen laut Benjamin Di-Qual, dem technischen Leiter des Projekts, bei gut 620.000 Euro, dazu kommen rund 45.000 Euro Planungskosten. Schließlich geht es nicht nur darum, eine „Rampe“ in den Mühlbach auf Höhe des SBC-Stadions zu verbauen, der Bach wird auch befestigt und Außenanlagen werden errichtet. Förderungen kamen bisher von der Stadt Traunstein und durch das LEADER-Programm von EU und Freistaat. Übrig bleiben 390.000 Euro, die der Verein selbst aufbringen muss - durch Mitgliedsbeiträge, Spenden oder Werbepartner.

„Die Kosten liegen eher auf der sicheren als auf der unsicheren Seite“, so Di-Qual. Ein Kostenanschlag für die „Chiemgau Welle“ ist aber erst nach Ausschreibung und Vergabe möglich. „Die Region kann mit einem neuen trendigen Thema aufgewertet werden“, sieht 2. Vorstand Lisa Springer auch einen Vorteil für den Tourismus in der Region. Die Surferwelle sei ein attraktives Angebot für die Jugend in der Stadt, wie auch für die künftigen Studenten am „Campus Chiemgau“.

Die Köpfe des Vereins „Chiemgau Welle“, von links: Daniel Belen, Hannes Weininger, Lisa Springer, Benjamin Di-Qual und Martin Helmberger.

Die Idee zur Surferwelle in Traunstein entstand im November 2013, 2016 ging es dann an die Standortsuche: Sechs Stellen am Mühlbach wurden genauer unter die Lupe genommen. 2018 gründete sich dann der eingetragene Verein „Chiemgau Welle“, auch der Stadtrat befürwortete das Projekt. Heute hat man über 100 Mitglieder. Sofern es die Corona-Maßnahmen zulassen, plant der Verein am 18. Juli ein kleines Surffilm-Festival.

xe

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