DWD gab Unwetterwarnung heraus

Warnung vor Dauerregen in der Region - So bereitet sich die integrierte Leitstelle vor

Geschäftsführer der integrierten Leitstelle Traunstein, Josef Geschwendner
+
Josef Geschwendner, Geschäftsführer der integrierten Leitstelle Traunstein

Traunstein - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Dauerregen und Hochwasser, vor allem am Alpenrand. Wir haben mit der Integrierten Leitstelle Traunstein (ILS) gesprochen, wie die sich auf die Regenfälle vorbereitet.

„Wir haben bestehende Konzepte zur Nachbesetzung der Leitstelle bei Katastrophenlagen“, sagt Josef Gschwendner, Geschäftsführer der ILS Traunstein gegenüber chiemgau24.de. Die Integrierte Leitstelle Traunstein ist die Einsatzzentrale der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr in den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf a. Inn und Traunstein. Gerade bei Warnlagen ist die ILS besonders gefordert.


Warnung vor Dauerregen und Hochwasser im Voralpenland

Aktuell warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Süden Bayerns und an den Alpen bis in die Nacht zum Mittwoch, 5. August, vor unwetterartigem Dauerregen am Alpenrand. Dabei könne lokal Starkregen mit Mengen um 25 l/qm in einer Stunde fallen. „Solche Situationen können auch unvorhergesehen auftreten, wie beispielsweise vergangenen Samstag, als mehrere Schwere Unwetter in unserer Region wüteten“, erklärt Josef Gschwendner. Da habe man keine lange Vorbereitungsphase, sondern da müsse alles ad hoc gehen.


Kommt es zu vorhersehbaren Ereignissen, wie die aktuell die Dauerregenwarnung, dann gebe es Nachbesetzungskonzepte. „Z.B. geht dann eine automatisierte Ansage an alle Leitstellen heraus. Bei uns betrifft eine Warnlage in erster Linie die personelle Vorbereitung. Wir haben keine angeordnete Berufsbereitschaft für Mitarbeiter, so dass der Dienst auf Freiwilligenbasis läuft“, erklärt der Geschäftsführer. "Aber wir haben eine gute Truppe und eine gute Kollegialität, so dass das alles immer sehr gut läuft bei uns."

Bis zu 70 Notrufe können die Mitarbeiter der ILS bei guter Besetzung entgegennehmen. In einer regulären Nachtdienstbesetzung mit drei Personen seien es etwa 18 Notrufe, so Gschwendner. Aktuell liegt laut Hochwassernachrichtendienst Bayern noch keine Warnung für Überschwemmungen in der Region vor, was sich mit dem Dauerregen allerdings noch ändern kann.

Was macht die ILS?

Die Integrierte Leitstelle Traunstein alarmiert die Einsatzkräfte der Feuerwehr und unterstützt die Einsatzleitung vor Ort durch gezielte Nachalarmierung von Verstärkungs- oder Spezialeinheiten, durch Benachrichtigung von Fachleuten, durch Recherchen in Datenbanken und Nachschlagewerken usw.. Sie alamiert unter anderem auch alle Einsätze des Rettungsdienstes und stimmt sie aufeinander ab. Die notarztbesetzten Einsatzmittel, die Rettungswagen, der Rettungshubschrauber „Christoph 14“ sowie die Bereich Berg- und Wasserrettung werden durch die Leitstelle im Rahmen der Notfallrettung koordiniert. Es werden bei Bedarf auch Rettungsmittel der benachbarten Integrierten Leitstellen angefordert.

jb

Kommentare