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Was Besitzer der Vierbeiner in Traunstein künftig zahlen müssen

Hunde-Debatte im Stadtrat: Steuern und Aufwand für Hunde-WCs werden höher

70 Euro kostete es bisher jährlich, einen Vierbeiner in Traunstein zu halten - jetzt wird die Hundesteuer erhöht, auch mit eigenen Sätzen für Kampfhunde. Darüber hinaus wurde im Stadtrat deutlich, welchen Aufwand man mit Hunde-WCs hat.

Traunstein - Seit 2003 blieb die Hundesteuer in Traunstein unverändert, am Donnerstag (27. Januar) hat der Stadtrat eine Erhöhung beschlossen. Bisher waren für jeden Hund 70 Euro Steuer pro Jahr zu zahlen, nun sind es 100 Euro. Wer sich auch noch einen zweiten Hund hält, muss für diesen 120 Euro Hundesteuer zahlen, ein dritter kostet 150 Euro. Separate Steuersätze gibt es in Traunstein jetzt auch für Kampfhunde: Tiere mit nachgewiesener Ungefährlichkeit („Negativzeugnis“) kosten jährlich 240 Euro, ohne dieses Zeugnis werden 600 Euro fällig.

Erhöhung der Hundesteuer in Traunstein

Laut Kämmerer Reinhold Dendorfer sind im Stadtgebiet 760 Hunde gemeldet. „Durch die Erhöhung der Hundesteuer werden wir 10.000 bis 15.000 Euro mehr im Jahr einnehmen.“ Einzig Stadtrat Peter Forster (SPD) stimmte gegen die Erhöhung. Er erinnerte daran, dass es auch Therapie- oder Pflegeheimhunde gibt. Liegen soziale oder gesundheitliche Gründe vor, solle die Stadt eine Steuerermäßigung prüfen. Kämmerer Dendorfer hielt dagegen, dass bei der Stadt ohnehin Anträge gestellt werden können, um die Hundesteuer erlassen zu bekommen. Neun solcher Anträge seien voriges Jahr gestellt worden, allen wurde stattgegeben.

Im Stadtrat ging es aber auch um Grundsätzliches: Karl Schulz (CSU), selbst Hundebesitzer, appellierte an die Traunsteiner, „die Haufen Eurer Zamperl einzusammeln“. Manche seien da „leider vollkommen schmerzfrei“ und auch die Hundesteuer sei kein Freibrief, die „Tretminen“ liegenzulassen. Das Angebot an Hundetütenstationen sei schließlich da und wurde im Laufe des vorigen Jahres nahezu verdoppelt, wie Simon Schreiber (CSU) betonte: Von 22 auf 41 wurde es erhöht. „Mit Tütenbeschaffung, wöchentlich dreimaliger Entleerung und Reparatur kostet ein Hunde-WC ungefähr 2500 Euro jährlich“, so Schreiber: „Ein Dank an die Bauhofmitarbeiter, die diese Scheiß-Arbeit machen dürfen.“

Geleitet wurde die Stadtratssitzung von der 2. Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner (Grüne). Oberbürgermeister Christian Hümmer (CSU) befindet sich nach eigenen Angaben - trotz Booster-Impfung und negativem Corona-Test - in freiwilligem Homeoffice, da es im engsten Familienumfeld eine Virusinfektion mit Symptomen gibt.

xe

Rubriklistenbild: © Annette Riedl/dpa

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