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Eifersucht soll das Motiv gewesen sein

Den Nachbarn in Mühldorf erstochen: Erneute Verhandlung am Landgericht Traunstein

Das Landgericht in Traunstein.
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Das Landgericht in Traunstein.

Am Donnerstag wurde am Landgericht in Traunstein erneut der Fall eines 47-Jährigen aus Mühldorf am Inn verhandelt. Dieser war bereits im August 2020 wegen Totschlags verurteilt worden. Nun kam der Fall auf Antrag der Verteidigung erneut zur Verhandlung. Es ging dabei um die Höhe des Strafmaßes.

Mühldorf am Inn/Traunstein - Es bleibt dabei: Noch 13 Jahre Haft muss ein 47-Jähriger aus Mühldorf wegen Totschlags absitzen. Dies teilt das Landgericht Traunstein auf Nachfrage von innsalzach24.de mit. Es blieb damit beim Strafmaß seines Urteils von Anfang August 2020. Mit sechs Stichen in den Kopfbereich und 13 in den Hals verletzte der Mann seinen 57 Jahre alten Nachbarn am 19. November 2019 tödlich. Das Motiv war wohl Eifersucht. Nun war es zu einer neu anberaumten Verhandlung gekommen. „Wir wollten eine Neuverhandlung des Strafmaßes und haben deshalb das Ersturteil angegriffen“, erklärte im Vorfeld der Verhandlung der Verteidiger des Mühldorfers, der Mühldorfer Rechtsanwalt Axel Reiter gegenüber innsalzach24.de.

Nachbarn in Mühldorf erstochen - Verteidigung beantragte Neuverhandlung des Strafmaßes

Sechs Stiche in den Kopfbereich und 13 in den Hals zählte die Staatsanwaltschaft bei der Verlesung der Anklage auf: Mit einem Hilti-Klappmesser soll ein 47-jähriger Mühldorfer am 19. November vorigen Jahres seinen damals 57-jährigen Nachbarn erstochen haben. Hintergrund soll gewesen sein, dass der Angeklagte eine Affäre zwischen dem getöteten Nachbarn und seiner Ex-Freundin vermutete. "Er war für mich ein guter Mensch, ein guter Freund. Aber mehr nicht", sagte diese aus. Sie gab vor Gericht aber an, den genauen Tatablauf nicht mitbekommen zu haben. Auch der 47-Jährige will sich an die Tat nicht mehr erinnern können, sprach beim Prozessauftakt von einem "Filmriss", den er in der Wohnung des Nachbarn gehabt habe. "Ich habe jetzt einen Mann umgebracht. Er ist tot", rief der Angeklagte während des Notrufs ins Telefon. 

Nach der Messerattacke klaffte im Hals des Opfers ein faustgroßes Loch, so die Staatsanwaltschaft. Die Kopfschlagader wurde durchtrennt, durch den erheblichen Blutverlust starb der Mann. Die Ermittler zählten insgesamt 38 Stich-Schnittverletzungen über den ganzen Körper verteilt. Vor Gericht wurde außerdem bekannt, dass der Angeklagte schon 20 Vorstrafen hat. Oft ging es dabei um Körperverletzung, Trunkenheit im Straßenverkehr, Drogenbesitz oder Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

hs

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