Früher Höllbräukeller / Viehhandel Weiß

Umstrittener Denkmalschutz: Jetzt ist der Stadel abgerissen

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Dieser Stadel an der Rückseite des Höllbräukellers ist nun abgerissen. Das Denkmalamt war zwar dagegen, doch die Stadt unterstützte den Bauherren. Nun sollen hier elf Eigentumswohnungen entstehen. 
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Traunstein - Der markante Bau an der Äußeren Rosenheimer Straße soll wiederbelebt werden - ein Stadel auf der Rückseite musste dafür nun weg, trotz anfänglichen Widerstandes des Denkmalamtes. 

Unter anderem Gewerbe im historischen Höllbräukeller und auf der Rückseite ein dreigeschoßiger Neubau mit elf Wohnungen - das sind die Pläne eines Bauträgers an der Äußeren Rosenheimer bzw. Binderstraße. Das markante Gebäude wurde um 1800 errichtet, der wenig prominente Stadel auf der Rückseite stammte aus den 1920er-Jahren. Nach Ansicht des Landesamts für Denkmalpflege sei der historische Bau mit dem Stadel inzwischen aber "verwachsen".

Denkmalamt war dagegen, doch Stadt erlaubte Abriss

Als das Bauvorhaben Ende 2017 die ersten Schritte machte, stellte sich das Landesamt für Denkmalpflege noch quer - es setzte eine eindeutig ablehnende Stellungnahme wegen des geplanten Abrisses des Stadels. Die Stadt stärkte dem Bauherren aber immer den Rücken, weil ohne den Neubau auf der Rückseite das ganze Projekt platzen würde und der Höllbräukeller weiter leer bliebe.

Nun ist der alte Stadel abgerissen. Auch eine Tiefgarage ist an der Binderstraße geplant.

Letztendlich konnte die Stadt - als untere Denkmalbehörde - am Landesamt für Denkmalpflege in München vorbei entscheiden und genehmigte den Abriss: "nach reichlicher Abwägung und mit denkmalschutzrechtlichen Auflagen", wie Traunsteins Pressesprecherin Carola Westermeier betont. Unter anderem wurde gefordert, dass die Ansicht des historischen Gebäudes von der Bahnhofsseite her unverändert bleibt. Das Denkmalamt selbst hatte im Laufe des Genehmigungsverfahrens schließlich dann auf eine weitere Stellungnahme verzichtet

Elf große Eigentumswohnungen werden gebaut

Nun wurde der alte Stadel auf der Rückseite des Höllbräukellers an der Binderstraße abgerissen. Auch die Baugrube ist bereits ausgehoben. Geplant sind dort elf Eigentumswohnungen mit zwei bis vier Zimmern und stattlichen Wohnflächen zwischen 97 und 173 Quadratmetern. Zusätzlich ist eine Tiefgarage geplant. Anders als der alte Stadel soll der Neubau bis zur Binderstraße heranreichen.

Der Bau von 1800 an der Äußeren Rosenheimer Straße soll natürlich bleiben wie er ist. Doch der rückwärtig angebaute Stadel ist nun abgerissen. 

xe

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