Ehrentitel und Ehrenring für Steinmaßl

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Traunstein - Der Kreistag war sich einig: Hermann Steinmaßl soll der Ehrenring verliehen werden - und nicht zuletzt ein Ehrentitel: Nun darf sich der Fridolfinger "Altlandrat" nennen.

Der Landkreis Traunstein würdigte am Freitag Vormittag die Verdienste des Landrats a.D., Hermann Steinmaßl. Der Fridolfinger darf ab sofort die Ehrenbezeichnung „Altlandrat“ führen. Daneben wurde ihm im Rahmen der letzten Kreistagssitzung im zu Ende gehenden Jahr der Goldene Ehrenring des Landkreises Traunstein verliehen. In seiner Sitzung im Oktober diesen Jahres hatte der Kreistag einstimmig beschlossen, die Ehrung für Steinmaßl vorzunehmen.

Landrat Siegfried Walch, der die Laudatio hielt, freute sich über die Anwesenheit der drei Ehrenringträger Altlandrat Leonard Schmucker, Altlandrat Jakob Strobl und Landtagspräsident Alois Glück, die jeweils den Ehrenring bereits zu einem früheren Zeitpunkt erhalten hatten. Auch der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat den Ring erhalten. Den Ehrentitel „Altlandrat“ habe sein Vorgänger verdient, führte der Landrat aus. Dies sei die Überzeugung aller Kreisräte. Die beiden Würdigungen stellten keine Selbstverständlichkeit dar. „Derjenige, der die Auszeichnungen erhält, muss etwas Besonderes, Vorbildliches und Hervorragendes getan haben“ stellte Landrat Walch fest.

Ehrentitel und Ehrenring des Landkreises für Steinmaßl

Er ging auf das Wirken seines Vorgängers in seiner 36jährigen Mitgliedschaft im Kreistag des Landkreises und seine zwölfjährige Amtszeit als Landrat ein. Dieser habe im Auftrag des Landkreises viele Ehrenämter und Funktionen wahrgenommen, wie beispielsweise das Mandat des Aufsichtsratsvorsitzenden der Kliniken Südostbayern oder die Präsidentschaft der EuRegio Salzburg- Berchtesgadener Land – Traunstein. Er sei „immer an allen Fronten für den Landkreis tätig gewesen“. Schwerpunkte seiner Arbeit für das Wohl der Bürger seien unter anderem Projekte wie das Programm „Bildung und Infrastruktur“ gewesen. Gerade die Schulbaumaßnahmen seien hier insbesondere zu nennen, sagte der Landrat. Daneben habe der gelernte Vermessungsingenieur Hermann Steinmaßl wichtige Infrastrukturprojekte wie beispielsweise die Errichtung der Bahnunterführung in Übersee – nach einer Planungszeit von 90 Jahren (!) – zu einem positiven Ende gebracht.

Daneben sei Steinmaßl aber „menschlich geblieben.“ Er habe die Belange der Bürger stets ernst genommen. Seine kämpferische Natur habe sich oft im Kreistag gezeigt. „Mit seinen politischen Gegnern im Kreistag ist er nicht immer zimperlich umgegangen sagte der Laudator. Dabei sei er aber immer fair geblieben und nie persönlich geworden. Der Landkreis habe ab sofort einen weiteren würdigen Altlandrat, der es auch verdient habe, den Goldenen Ehrenring des Landkreises zu tragen. „Das Wirken von Hermann Steinmaßl für diesen Landkreis wird noch weit in der Zukunft spürbar sein“ betonte Landrat Siegfried Walch bei der Überreichung der Ehrenurkunde und des Ehrenringes.

Der Geehrte selbst ergriff im Nachgang das Wort. Der Ring sei auch ein Zeichen für Beständigkeit und Treue, für eine große Verbundenheit. Nicht ohne Stolz betonte er, dass er sich 36 Jahre lang als Gemeinderat, Kreisrat, Bezirksrat und Abgeordneter des Landtages für die gemeinsame Heimat eingesetzt habe und dass er 12 Jahre Landrat sein durfte. Er habe viele schöne Erinnerungen an seine Tätigkeit. Wie in vielen seiner früheren Reden im Kreistag und darüber hinaus, führte er aus, dass ihm immer ein besonderes Anliegen war, dass der Landkreis Traunstein eine „lebens- und liebenswerte Heimat für Familien und Betriebe bleiben und zukunftsfähig weiterentwickelt werden soll.“ In seiner Zeit als amtierender Landrat seien aber auch dramatische Momente gewesen, wie beispielsweise die Hochwasser der Jahre 2002, 2005 und 2013 oder der Felssturz in Stein an der Traun im Jahr 2010. Der Altlandrat schloss seine Ausführungen mit einem für ihn typischen „Vergelt’s Gott“. Die beiden Auszeichnungen seien für Ehre und Verpflichtung zugleich.

Für die Ehefrau des „neuen“ Altlandrats, Renate Steinmaßl gab es einen Strauß Blumen. Sei das Amt ihres Gatten doch auch mit vielen Entbehrungen für sie und die Familie verbunden gewesen. Im Foyer des Landratsamtes hängt seit einigen Tagen ein Portrait vom Altlandrat Hermann Steinmaßl, das von Walter dem Jüngeren geschaffen wurde.

Musikalisch gelungen untermalt wurde die Ehrungsstunde von den Bläsern von Chiemgau Brass, über deren Beiträge sich der Altlandrat sehr freute. Der Goldene Ehrenring wurde 1969 vom Kreistag gestiftet. Damit sollen Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich durch ihr Wirken um den Landkreis Traunstein „hervorragend verdient gemacht haben“. Bisher haben den Ehrenring acht Persönlichkeiten aus dem Landkreis Traunstein erhalten.

awi

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