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Findet man mit Bauamt wegen hoher Kosten neue Lösung?

„Ein Wahnsinn“: Beheizte Brücke über B304 für Traunsteins OB „nicht mehr akzeptabel“

Der neue Heilig-Geist-Steg bei Traunstein ist ab Donnerstag, den 13. August, für Fußgänger freigegeben.
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Die Heilig-Geist-Fußgängerbrücke über die B304 östlich von Traunstein.

Schneeräumen überflüssig: Stolz war das Staatliche Bauamt auf die eingebaute Heizung im Heilig-Geist-Steg - jetzt hat die Stadt die Heizkostenrechnung. Oberbürgermeister Hümmer spricht von einem „Wahnsinn“ und fordert andere Lösungen für den Winter.

Traunstein/Surberg - Wieder Wirbel um die Baupfusch-Brücke im Traunsteiner Ortsteil Heilig Geist. Denn die Fußgängerbrücke über die B304, die seit zwei Jahren fertig ist, hat einen beheizten Boden - und nun wurden die Stromkosten aus dem ersten Winter und dem vergangenen Jahr bekannt: 23.000 Euro für rund 85.000 Kilowattstunden Strom. Auf Anfrage von Georg Osenstätter (Initiative Traunstein) holte Oberbürgermeister Christian Hümmer (CSU) in der jüngsten Stadtratssitzung aus: Es sei „ein Wahnsinn und nicht akzeptabel, Energie dafür zu nehmen, dass sie sofort wieder in den freien Himmel geht, um gewisse Abschnitte eisfrei zu halten“.

Hümmer zum Heilig-Geist-Steg: „Ich möchte die Heizung ausschalten“

Die Idee der beheizten Fußgängerbrücke stammt nicht von der Stadt, sondern vom Bauherrn, dem Staatlichen Bauamt in Traunstein. Bei der Präsentation der Pläne zur „Hightech-Brücke“ war man 2018 noch stolz: „Ein Schneeräumen ist dann nicht mehr nötig. 08/15 kann ja jeder“, so ein Bauamtsvertreter damals. Die Heizung ist teilautomatisch gesteuert und misst Temperatur und Feuchtigkeit. Nur: Für die Verkehrssicherungspflicht und die Kosten kommt die Stadt auf, wurde damals vereinbart. „Eine politische Altlast“, so Neu-OB Hümmer im Stadtrat, bei der Planung der Brücke noch Traunsteins Oppositionsführer.

Ich möchte, dass wir die Heizung ausschalten“, bekannte der Oberbürgermeister nun. Das übliche Räumen, Salzen und Streuen sei beim Heilig-Geist-Steg aber nicht ohne weiteres möglich. Denn der Spezialbelag, auf dem sich die Fußgänger bewegen, könnte dabei wohl kaputtgehen. Um eine Lösung zu finden, „die den Belag nicht beschädigt, aber die auch ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist“, gibt es deshalb bereits einen Termin zwischen den Behörden. Am 8. März treffen sich Vertreter des Staatlichen Bauamts, der Stadt Traunstein und der Gemeinde Surberg. Auch der ZDF „Länderspiegel“ berichtete jüngst über das Ärgernis.

Heilig-Geist-Steg in Traunstein: Klage, Baupfusch und Millionenkosten

Die Fußgängerbrücke über die B304 östlich von Traunstein stand noch nie unter einem guten Stern. Anwohner klagten im Planungsprozess 20123 gegen den Heilig-Geist-Steg und verhinderten so lange den Baubeginn. 2018 wurde die Brücke dann ausgeschrieben und es konnte losgehen. Beim Einhub der zweiten Brückenhälfte im August 2019 kündigte sich dann die nächste Verzögerung an - inklusive saftiger Blamage: Die Brückenteile passten nicht zusammen. Es klaffte eine Lücke von mehreren Zentimetern. Ein Jahr später, im August 2020, war der Fehler dann behoben und der Heilig-Geist-Steg konnte eröffnet werden. 2,15 Millionen Euro kostete die Brücke letztendlich.

xe

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