Polizei erwischte die Gruppe auf frischer Tat

Einbruch und Randale in der Güterhalle: Jugendliche verurteilt

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Nach dem Einbruch im November 2018 wurde die Güterhalle mit einem Bauzaun geschützt. 

Traunstein - Sie wüteten und randalierten in der Güterhalle, doch dann erwischte sie die Polizei: Eine Gruppe Jugendlicher stand deshalb am Mittwoch vor dem Amtsgericht. 

17, 18 und 20 Jahre alt waren die drei Jugendlichen, als sie in der Nacht auf 17. November vorigen Jahres in die Güterhalle einstiegen. Graffiti wurden gesprüht, Fensterscheiben zerschlagen und Möbel zertrümmert. Der Schaden belief sich auf rund 7650 Euro, zulasten von Stadt, Feuerwehr und Trachtenverein. Zeugen wurden schließlich auf die Randale aufmerksam und informierten die Polizei. Auch ein Vierter war in den Einbruch verwickelt, doch das Verfahren gegen ihn wurde von der Justiz abgetrennt.


Am Mittwoch wurde das Trio, eine junge Frau und zwei Männer, wohnhaft im Berchtesgadener Land und im Landkreis Traunstein, vor dem Jugendschöffengericht in Traunstein verurteilt. Nun müssen sie jeweils 200 Euro an die Traunsteiner Feuerwehr bezahlen. Die jungen Männer bekamen außerdem Jugendstrafen in Höhe von acht Monaten, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurden.

Angeklagte wehrten sich gegen Festnahme

Neben Sachbeschädigung waren die Drei auch wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte angeklagt. Die jungen Leute weigerten sich bei der Kontrolle, ihre Ausweise vorzuzeigen, in der Dunkelheit entstand eine unübersichtliche Situation - schließlich wurden drei von ihnen von der Polizei gefesselt und zu Boden gebracht. "Die Fesselung und Verbringung zur Dienststelle war nur unter erheblichem Kraftaufwand möglich, da sich alle vier weiter uneinsichtig zeigten und versuchten, sich durch Winden den Zugriffen der Beamten zu entziehen", so die Staatsanwaltschaft.


Die Einbrüche in die Güterhalle waren im November 2018 dann auch Thema im Stadtrat. "Da drin wurde gewütet, dass einem das Grauen kommt", so Oberbürgermeister Christian Kegel damals. Seitdem ist das Gebäude von einem Bauzaun umschlossen. Nach der Tat reifte im Traunsteiner Stadtrat außerdem die Idee, einen Streetworker einzustellen. Seit der Stadtratssitzung vergangene Woche ist die Einstellung eines "Straßensozialarbeiters" schließlich beschlossene Sache.

xe

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