Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

So geht es mit dem „Kraftort“ in Traunstein weiter

„Es war Brandstiftung!“ - Pfarrei zieht Konsequenzen für Zukunft der Lourdes-Kapelle

Von außen seit dem Brand im April 2022 unverändert - und geschlossen: Die Lourdes-Kapelle am Maxplatz in Traunstein.
+
Von außen seit dem Brand im April 2022 unverändert - und geschlossen: Die Lourdes-Kapelle am Maxplatz in Traunstein.

Inzwischen ist klar: Die Lourdes-Kapelle in Traunstein fiel einer Brandstiftung zum Opfer - doch die Pfarrei St. Oswald belässt es nicht dabei. Der Wiederaufbau steht in den Startlöchern und man zieht Konsequenzen aus dem Unglück.

Traunstein - „Für uns war es ein Schock“, sagt Elke Küblböck auch ein gutes halbes Jahr nach dem Brand der Lourdes-Kapelle in Traunstein rückblickend im Gespräch mit chiemgau24.de. Die vergangenen Wochen und Monate waren voll der Planung und Organisation mit Handwerksfirmen, Versicherungen, der Stadtverwaltung und nicht zuletzt dem Denkmalschutz. Doch jetzt steht die Pfarrei St. Oswald in den Startlöchern: die Lourdes-Kapelle im Zentrum von Traunstein wird wieder aufgebaut.

Wiederaufbau der Lourdes-Kapelle in Traunstein nach Brand

Zu den harten Fakten: „Die Ermittlungen sind abgeschlossen. Ein technischer Defekt kann ausgeschlossen werden“, heißt es von Seiten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Nachfrage. Elke Küblböck von der Pfarrverwaltung ist sich dagegen sicher: „Es war Brandstiftung, aber mehr wollen wir dazu nicht sagen.“ Außerdem steht fest: Der Sachschaden - anfangs auf einen mittleren fünfstelligen Bereich geschätzt - wird über 200.000 Euro betragen. Die kleine Kapelle am Maxplatz, Baujahr 1939, war ein stiller Ort für alle um zu beten oder ein Kerzerl anzuzünden. Marienfigur, Opferstock, Kirchenbänke und Votivbilder schmückten sie.

Das Innere vor und nach dem Brand der Lourdes-Kapelle in Traunstein im April 2022.

„Wir waren total erleichtert, dass bei dem Brand im April niemand zu Schaden gekommen ist. Jetzt machen wir das Beste draus und schauen nach vorne“, so Elke Küblböck, Leiterin der Pfarrverwaltung. Die Wiederherstellungskosten trägt die Versicherung, die verschiedensten Handwerksfirmen sind schon organisiert. „Vorige Woche konnte auch mit dem Landesamt für Denkmalschutz alles abgeklärt werden. Jetzt warten wir nur noch darauf, dass die Stadtverwaltung unseren Bauantrag bewilligt“, so Küblböck. Sobald die Stadt Traunstein das Ok gibt und das Wetter passt, geht es an die Renovierung.

Die Kapelle ist seit dem Brand versperrt und derzeit praktisch leer. Am Mittwoch (9. November) entsorgte eine Firma die letzten Brandrückstände. Nur die Madonna wacht noch immer in der Lourdes-Kapelle, sie kann laut der Pfarrverwaltungsleiterin aber restauriert werden. „Das war anfangs gar nicht sicher, auch wegen der Schäden durch den Löschschaum.“ Wie wird die Kapelle nach dem Wiederaufbau ausschauen? „Im ersten Moment wird den Besuchern nicht viel auffallen“, so Küblböck. Die Grundausstattung mit den Bänken wird wiederhergestellt. Aber die alten Votivtafeln sind für immer zerstört. „Eventuell können wir die Kapelle auch mit kirchlichem Bestand schmücken.“

„Die Brandlast senken - wir haben daraus gelernt“

St. Oswald zieht aber auch Konsequenzen aus dem Brand: „Wir wollen ein besseres Ablagesystem für die Kerzen und insgesamt die Brandlast senken. Wir haben daraus gelernt.“ Auch die Beleuchtung der Marienstatue will man verbessern und außerdem verhindern, dass künftig Leute mit Hammer und Nagel eigenständig Bilder in die Wand hauen. „Das soll dann über die Kirchenverwaltung und den Hausmeister eingefädelt werden“, so Elke Küblböck - alles wie früher, nur etwas schöner, wie sie es ausdrückt.

Und: In der Pfarrverwaltung denk man auch darüber nach, ein Brandmahl in der Kapelle bestehen zu lassen. In Erinnerung an den Schock am 24. April. Wann die Sanierung abgeschlossen ist, lässt sich aktuell noch gar nicht sagen. Mehr als die Jahreszahl 2023 traut sich die Verwaltungsleiterin von St. Oswald nicht zu nennen. „Wir hoffen, dass die Menschen möglichst bald wieder ihren Ort des Gebets und der Stille haben.“

xe

Kommentare