Künftig könnte es drinnen enger werden...

Club "Kafka" kämpft wieder um Genehmigung

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Traunstein - Erst im vorigen Jahr stand die Zukunft des Clubs auf der Kippe, nun wagen die Betreiber die Flucht nach vorne: Wiederum durch eine Neugenehmigung sollen mehr Gäste ins "Kafka" dürfen. 

150 Gäste sind momentan im Club "Kafka" an der Herzog-Wilhelm-Straße zugelassen. Geht es nach "Monta Music" soll sich das künftig ändern: Die Betreiber wollen eine neue Genehmigung, damit im Club bis zu 350 Besucher erlaubt sind. "Damit wird wohl wieder ein neues Verfahren eröffnet, unter anderem wieder mit neuen Lärmschutzgutachten", bestätigt Carola Westermeier, Pressesprecherin der Stadt Traunstein.

350 Gäste wollen die Betreiber künftig ins "Kafka" lassen - dazu braucht es aber wieder eine Genehmigung.

Schon in der ersten Jahreshälfte 2016 mühte sich der Club um eine Neugenehmigung - damals ging es um alles: Der Club hatte davor nur eine Genehmigung als "Schank- und Speisewirtschaft", so wie jedes andere Gasthaus. Doch als Disco brauchte man eine Genehmigung als "Vergnügungsstätte". Nachdem verschiedene Lärmgutachten vorlagen - der springende Punkt vor allem für manche Anwohner - erteilte der Bauausschuss im Juni dann doch die neue Genehmigung.

Genehmigung als "Vergnügungsstätte" rechtswidrig?

Als "rechtswidrig" bezeichnete dagegen Oberbürgermeister Kegel damals die Entscheidung: "Nach Ansicht der Stadt ist eine kerngebietstypische Vergnügungsstätte in einem Mischgebiet mit unmittelbar angrenzender Wohnbebauung nicht zulässig", argumentierte er und ließ die erteilte Genehmigung der Rechtsaufsicht bei der Regierung von Oberbayern vorlegen. 

Wie die Stadtverwaltung nun mitteilt, wurde diese Überprüfung aber in die Hände des Landratsamtes gegeben, weil sie die zuständige Immissionsschutzbehörde ist. Die Entscheidung vom Juni 2016, ob die Neugenehmigung als "Vergnügungsstätte" für das "Kafka" tatsächlich rechtswidrig war, steht also noch immer aus. 

Häufen sich die Klagen zum Nachtleben wirklich wieder?

"Die Klagen zum Nachleben häufen sich in jüngster Zeit wieder. Entsprechende Verfahren wurden bereits eingeleitet", steht es kurz und knapp in der Broschüre, die die Stadt bei den Bürgerversammlungen austeilen ließ. Was steckt dahinter? "Eine direkte Veränderung oder Verschlimmerung gibt es nicht", beruhigt dagegen Pressesprecherin Westermeier. 

Nach wie vor gebe es immer wieder mal Beschwerden der Nachbarn rund um Festung oder Kafka/Underground - "aber das ist alles nichts Untypisches und gab es sonst auch." Vereinzelt habe sich die Situation auch entspannt. Nach den größeren Veranstaltungen im Schnitzlbaumer gebe es inzwischen sogar weniger Beschwerden als früher: "Das hat sich deutlich gebessert".

xe

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