Nach langem Kampf

Feuerwehrhaus ohne fließendes Wasser: Lösung gefunden?

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Die Floriansjünger vom Hochberg vor ihrem bisherigen Feuerwehrhaus.
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Traunstein - Schon seit Jahren kämpft die Feuerwehr vom Hochberg für einen Neubau: Momentan hat man nicht mal Sanitäranlagen oder fließendes Wasser. Nun zeichnet sich eine Lösung ab.

"Wir haben schon Jahrzehnte kein fließendes Wasser, keine Stiefelwaschanlage und nicht einmal sanitäre Anlagen", so Feuerwehrkommandant Thomas Hasenöhrl auf der Jahreshauptversammlung im Frühjahr. Lange wurde mit der Stadt Traunstein um einen Neubau des Feuerwehrhauses am Hochberg gerungen. Jetzt scheint eine Lösung gefunden.

Neubau für 850.000 Euro

Auf der Planungsausschusssitzung am Dienstag wurden die Pläne vorgestellt: Um drei Meter soll das bestehende Grundstück erweitert werden und darauf dann ein Neubau mit zwei Etagen gesetzt werden. Darin enthalten sind ein Stellplatz, Umkleidebereiche, Lagermöglichkeiten, Toiletten, Duschen, Stiefelwaschanlagen, ein Kommandantenbüro und ein Bereitschaftsraum mit Teeküche

Die geschätzten Kosten liegen bei 850.000 Euro, wobei der zusätzliche Grunderwerb, Verlegung der Zufahrt und Parkplatzgestaltung noch nicht einberechnet sind. Ein Umbau des alten Feuerwehrhauses wurde von der Stadtverwaltung recht früh ausgeschlossen, weil wegen der alten Bausubstanz unwirtschaftlich.

"Ein Jahr um diese Lösung hart verhandelt"

Auch diese Lösung wurde von der Hochberger Feuerwehr zuerst kritisch gesehen: Man wollte einen Neubau auf einem anderen Grundstück, um auch einen Schulungsraum und einen Übungshof zu verwirklichen. "Nach einiger Bedenkzeit sprachen sie sich nun für den Neubau am bisherigen Standort aus. Jedoch nur, weil ein Neubau woanders, in Ermangelung eines geeigneten Grundstücks, nicht zeitnah realisiert werden kann", heißt es dazu aus der Stadtverwaltung.

"Wir haben jetzt ein Jahr hart um diese Lösung verhandelt, das sollte jetzt tragfähig sein", so Oberbürgermeister Christian Kegel. 2018 soll, passend zum neuen Feuerwehrfahrzeug, dann nach Kegels Aussage auch das Feuerwehrhaus stehen. Angesichts der Kosten verweigerte im Planungsausschuss nur Stadtrat Ernst Harrecker seine Zustimmung: "Für diesen Preis baue ich zwei neue Feuerwehrhäuser. Das muss doch wohl für die Hälfte möglich sein."

Endgültig entscheiden wird der Stadtrat in der kommenden Woche. 

xe

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