Elternbeiräte und CSU fordern Gebührensenkung

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Traunstein - "Es ist nicht hinnehmbar, dass wir die höchsten Kindergartengebühren zwischen München und Salzburg haben", waren sich CSU und Elternbeiräte einig. 

Bei der Gesprächsrunde der Frauen Union und der CSU Traunstein mit den Elternbeiräten der Kindergärten stellte sich heraus, dass in Traunstein eine große Unzufriedenheit mit den Kindergartengebühren herrscht. So ist Traunstein im Vergleich mit den Durchschnittsgebühren 100 deutscher Großstädte rund zweimal teurer.

Ein Vorschlag: Geschwisterrabatt erhöhen

Bei dem zahlreich besuchten Treffen im Sailer Keller bei dem auch Stadträtin Christa Fuchs anwesend war, wurde kontrovers diskutiert, welche Möglichkeiten es gibt, um die Gebühren zu senken. Thematisiert wurde sowohl die Angleichung der Gebühren an die umgebenden Gemeinden mit einer einkommensunabhängigen Pauschale, als auch Familien mit mehr als einem Kind stärker zu fördern - also den Geschwisterrabatt zu erhöhen.

Weitere Unzufriedenheit herrscht darüber, dass die Gebühren am Bruttojahreseinkommen gemessen werden. Auf Vorschlag einiger Elternbeiräte könne die Einkommensabhängigkeit beibehalten werden - allerdings solle dann bei der Berechnung der Gebühren das Nettoeinkommen maßgeblich sein. Denn dies ist der Betrag, welcher den Familien nach allen steuerlichen Abzügen tatsächlich zur Verfügung steht.

Mehrkosten für die Stadt bis zu 200.000 Euro

CSU-Ortsvorsitzender Christian Hümmer stellte klar, dass die Kindergartengebühren in Traunstein zu hoch sind: "Es ist nicht hinnehmbar, dass Traunstein die höchsten Kindergartengebühren zwischen München und Salzburg hat! Wir setzen uns deshalb für eine Senkung der Kindergartengebühren ein, da junge Familien die Zukunft unserer Stadt sind."

Eine Senkung der Gebühren um zehn Prozent würde der Stadt Traunstein ungefähr 120.000 Euro kosten. Nach Aussage des OB-Kandidaten Wolfgang Osenstätter sollte es für die Stadt Traunstein keine unlösbare Aufgabe sein, rund 150.000 bis 200.000 Euro für eine Senkung der Kindergartengebühren zur Verfügung zu stellen.

Entlastung für junge Familien

„Dies wäre bereits eine deutlich spürbare Entlastung der jungen Familien in unserer Stadt“, so die FU-Ortsvorsitzende Doreen Hönicke-Rettstadt. Die Frauen Union will jetzt weitere Gesprächsrunden mit den Traunsteiner Eltern anbieten

Pressemitteilung der Frauen Union Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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