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Simon Schreiber zur Organisation des Traunsteiner Georgiritts

„Söder hat sich praktisch selbst eingeladen - aber natürlich ist es eine Ehre“

Markus Söder beim Georgiritt 2018 in Traunstein (links) und Simon Schreiber, 1. Vorstand des St.-Georgs-Vereins.
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Markus Söder beim Georgiritt 2018 in Traunstein (links) und Simon Schreiber, 1. Vorstand des St.-Georgs-Vereins.

Es gibt wohl Termine, zu denen man einen Ministerpräsidenten nicht bitten muss - nein, er will selbst unbedingt dabei sein. „Etwas überrumpelt“ war auch Simon Schreiber: Wir haben mit dem Organisator des Georgiritts über die Vorbereitungen für Ostermontag gesprochen.

Traunstein - Nach zweijähriger Corona-Zwangspause kann Traunstein am Ostermontag endlich wieder seinen Georgiritt feiern - und in der Ehrenkutsche wird schon zum zweiten Mal wieder Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Platz nehmen. Und das kam ziemlich überraschend, wie Simon Schreiber, 1. Vorstand des St.-Georgs-Vereins, jetzt gegenüber chiemgau24.de erzählt: „Söder hat sich praktisch selbst eingeladen. Wir waren auch etwas überrumpelt davon.“

Georgiritt 2022 in Traunstein mit Ministerpräsident Söder

Anfang März habe die Staatskanzlei bei Traunsteins Oberbürgermeister Christian Hümmer (CSU) angefragt, ob der Ministerpräsident wieder mit von der Partie sein könne. „Wir selbst laden eigentlich nie jemanden ein. Es ist in erster Linie unser Ritt für unsere Landwirte und Roßerer im Chiemgau und Rupertiwinkel“, so Schreiber. Aber natürlich sei es eine „große Ehre“, dass Markus Söder die Wallfahrt so schätze. Schließlich war der Ministerpräsident auch 2018 schon mal dabei, damals auf Einladung von Landrat Siegfried Walch.

Kein Volksfest, kein Bierzelt, kein Markt - einfach „nur“ eine traditionelle Wallfahrt zu Ehren des heiligen Georg, bei dem Pferde und Reiter gesegnet werden. Davon sei Söder so beeindruckt gewesen, dass er wieder kommen wollte, schätzt Hauptorganisator Simon Schreiber. Auch sonst sei laut Schreiber, abgesehen von Söder, noch nie ein bayerischer Ministerpräsident in der Ehrenkutsche beim Georgiritt gesessen. Heuer wird er dort neben Traunsteins OB Hümmer und dessen Frau Veronika Platz nehmen, dazu ein Stellvertreter von Landrat Walch, der sich terminlich entschuldigen ließ.

Ablauf bleibt trotz Söder gleich: „Das war unsere Vorgabe“

Am Ablauf des Georgiritts am Ostermontag wird das Beisein von Söder nichts ändern - „das war unsere Vorgabe an die Staatskanzlei“, so Schreiber. Um 8.45 Uhr wird der Ministerpräsident am Rathaus eintreffen und sich ins Ehrenbuch der Stadt eintragen. Gegen 9.15 Uhr eine kurze Ansprache am Stadtplatz vor Beginn des Schwertertanzes. Danach wird beim Hofbräuhaus die Ehrenkutsche bestiegen und - mit all den anderen Teilnehmern - hinauf zum Ettendorfer Kircherl geritten. Dann noch ein Mittagessen in Traunstein und Söder reist wieder ab.

Für Schreiber selbst ist es dagegen der erster Ritt seit er den Vorstand des St.-Georgs-Vereins übernommen hat. Auch wenn man vor wenigen Monaten noch gar nicht wusste, ob die Pandemie die Veranstaltung möglich mache, „waren wir uns einig, dass wir wieder angreifen müssen. Alleine, um all die Kontakte aufrecht halten zu können.“ Vor allem in den vergangenen vier Wochen war es für Schreiber „sehr stressig“. Ohne Urlaub in den letzten 14 Tagen und auch in der kommenden Woche gehe es nicht. 300 bis 350 Tiere werden mitmarschieren, schätzt Simon Schreiber. Weniger als bei den jüngsten Ritten, „aber es müssen nicht besonders viele werden. Wir wollen einfach einen schönen Ritt, eine schöne Wallfahrt.“

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