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Zum Teil wurde man mit dem Problem aber schon konfrontiert

Gerüchte um Patienten mit Corona-Impfschäden: Die heimischen Klinikverbände dementieren

  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Nicht auszuschließende Schäden durch eine Corona-Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin beherrschten im Frühjahr die Schlagzeilen - doch kennen die heimischen Kliniken solche Fälle tatsächlich? Wir haben bei den Kliniken Südostbayern, RoMed und dem InnKlinikum nachgefragt.

Landkreise - Patienten mit Impfschäden in einer heimischen Klinik - dieses Gerücht wurde jüngst wieder an die Redaktion herangetragen. Doch was steckt dahinter? Schließlich wurden Teile der Öffentlichkeit vor allem im Frühjahr durch mögliche Hirnvenenthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung verunsichert. Schon damals beruhigte ein Schönauer Arzt im Gespräch mit BGLand24.de, die Wahrscheinlichkeit für schwere Impfnebenwirkungen liege „bei deutlich unter 1 zu einer Million“.

Derzeit keine Patienten mit Impfschäden in Südostoberbayern

Die RoMed-Kliniken aus dem Landkreis Rosenheim, die Kliniken Südostbayern für die Kreise Traunstein und Berchtesgadener Land, als auch das InnKlinikum für die Kreise Mühldorf und Altötting bestätigen jetzt auf unsere Anfrage: Derzeit gibt es an keinem der Standorte Patienten mit Schäden nach einer Corona-Impfung. Aber unbekannt ist das Problem wiederum auch nicht. Aus Rosenheim heißt es, dass schon zwei Patienten mit einer Hirnvenenthrombose nach einer Impfung aufgenommen werden mussten. „Durch eine rechtzeitige Behandlung konnten weitere Folgeschäden vermieden werden“, so RoMed-Pressesprecherin Johanna Brandl.

Erstimpfungen im Prozent, Stand 3. September: Vergleich der heimischen Landkreise mit Bayern und Deutschland.

Ein klares Statement gibt es von den Kliniken Südostbayern: „Behandlungsbedürftige Nebenwirkungen spielen im Krankenhaus keine Rolle“, so Unternehmenssprecher Ralf Reuter. Gerüchte über Impfschäden seien „überwiegend haltlos und halten einer Überprüfung nicht stand.“ Dass „einzelne wenige Personen“ trotz Impfung erkranken spreche nicht gegen die Impfung, weil sie die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung weitgehend vor einer Corona-Infektion und „fast vollständig“ vor einem schweren Krankheitsverlauf schütze.

„Angespannte“ momentane Lage: „Welle der Ungeimpften“

Wir haben auch nach der aktuellen Lage in den Kliniken und deren Intensivstationen gefragt. Aus allen Verbänden wird eine steigende Zahl intensivpflichtiger Covid-Patienten vermeldet. Bei den RoMed-Kliniken habe die Zahl so rasch zugenommen, dass seit Dienstag (7. September) auch die Intensivstation des Wasserburger Krankenhauses für Corona-Patienten genutzt wird. Laut Michael Dolch, Chefarzt für Intensivmedizin am InnKlinikum Altötting und Burghausen, stünden zwar noch ausreichend Plätze auf der Intensivstation zur Verfügung, aber in einzelnen Bereichen führe die Behandlung von Corona-Patienten zu einer „angespannten Situation“. Verlegungen innerhalb des InnKlinikums wurden deshalb erforderlich.

Ralf Reuter von den Kliniken Südostbayern spricht von einer „Welle der Ungeimpften“: Etwa 95 Prozent der Corona-Patienten seien nicht geimpft. Vereinzelte Impfdurchbrüche gebe es bei älteren und geschwächten Patienten. Ein ähnliches Bild bei den RoMed-Klilniken: „Derzeit sind die meisten Covid-19-Patienten ungeimpft, jünger und Reiserückkehrer“, so Sprecherin Johanna Brandl. Und InnKlinikum-Chefarzt Dolch ergänzt: „Von den am InnKIinikum stationär behandelten Patienten sind die allermeisten Fällen nicht oder nicht vollständig geimpft, dies trifft ganz besonders auf die schweren Krankheitsverläufe zu.“

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf in der Entwicklung der vergangenen Wochen und Monate, Stand 3. September.

xe

Rubriklistenbild: © Ole Spata/dpa

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