Auch Chiemgauer Getränkemarkt reagiert jetzt

Bussi-Bierdeckel schafft es bis zu "Brisant" (ARD) und "quer" (BR)

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Über die Beschwerde des Werberats über das Bierfilzl vom Hofbräuhaus Traunstein haben jetzt auch die TV-Formate "Brisant" und "quer" berichtet. Links die Brisant-Moderatorin Kamilla Senjo, rechts Christoph Süß von "quer".
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Traunstein - Der Streit zwischen dem Hofbräuhaus Traunstein und dem Werberat hat es jetzt in zwei große TV-Formate geschafft - auch ein Getränkemarkt reagiert nun auf den "Bussi-Bierdeckel".

"Hilft in Sekunden – wirkt für Stunden" steht auf dem Bierfilz, darunter: Brauerei-Inhaber Maximilian Sailer und seine Frau Birgit, eng umschlungen. Weil der Eindruck entstehen könnte, dass Alkohol zu einem leichteren Lebensgefühl - auch im zwischenmenschlichen Bereich - führen könnte und die Werbung als Aufforderung zum Alkoholmissbrauch verstanden werden könnte, ist das Bierfilzl nun ein Fall für den Werberat. Am Dienstag berichtete das ARD-Magazin "Brisant", am Donnerstag zog das BR-Format "quer" nach.

"Brisant" und "quer" berichten über Hofbräuhaus-Bierdeckel

Beide Formate gingen dann aber doch unterschiedlich an das Thema heran. "Brauchen wir jetzt auch noch ein Reinheitsgebot für Bierdeckel?", fragte Brisant-Moderatorin Kamilla Senjo. Auch einige biertrinkende Gäste im Hofbräuhaus befragte die ARD: "Das ist doch nur ein Spruch auf einem Bierdeckel. Ich versteh' die Aufregung darüber nicht", hieß es da zum Beispiel. Und Brauerei-Geschäftsführer Josef Schumacher gab sich trotzig: "Wir lassen die in Millionenhöhe nachdrucken." 

Hier können Sie "Brisant" vom Dienstag noch einmal anschauen. Der Beitrag übers Hofbräuhaus Traunstein kommt ab Minute 6.

Lesen Sie außerdem: Der Briefwechsel zwischen Werberat und Hofbräuhaus im Original

Bei "quer" wurde weiter ausgeholt (siehe Video unten): Auch die älteren Vorwürfe wegen des Dekolleté-Bierdeckels und des "Neger-Plakats" wurden aufgegriffen - "das spiegelt den bayerischen Humor wider und das, was Bayern ausmacht: dass man auch mal über was lacht", so Bräu Maximilian Sailer im Interview. Auch der BR war im Anschluss auf der Straße, fing ablehnende und zustimmende Statements ein. "Braucht es für das bayerische Lebensgefühl wirklich Brüste, Bierlust und Witze über Schwarze?", fragte dazu der Kommentar aus dem Off. Als Gegenbeispiel wurde dann eine Allgäuer Brauerei präsentiert, die es ablehnt "sich auf Kosten anderer zu profilieren".

Getränkemarkt-Kette verschenkt die Bierfilzl zum Weißbier-Tragerl

Am 28. März will der Werberat über das "Bussi-Bierfilzl" des Traunsteiner Hofbräuhauses wieder beratschlagen. Positioniert hat sich derweil auch schon die Getränkemarkt-Kette Winkler aus Traunreut. Aus eigener Initiative heraus wollen sie demnächst zu jedem Tragerl Hofbräuhaus-Weißbier einen Sechserpack der Bussi-Bierdeckel dazugeben. "Damit will man die Konsumenten zum Nachdenken anregen", heißt es von Seiten der Brauerei. 

xe

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