Junge Union Traunstein reagiert teilweise mit Unverständnis auf geplante Corona-Maßnahmen

„Gastro-Lockdown führt zum Kahlschlag an unserer Wirtshauskultur“

Traunstein - Die gestern zwischen der Bundeskanzlerin und den Regierungschefs der Länder festgelegten Maßnahmen stoßen teilweise auf Unverständnis beim heimischen Politik-Nachwuchs.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Besonders sauer stößt den Mitgliedern der Jungen Union im Landkreis Traunstein die Tatsache auf, dass ab 02. November wieder deutschlandweit sämtliche Kultur-, Gastronomie- und Hotelleriebetriebe geschlossen werden müssen: „Der pauschale Gastro-Lockdown führt zum Kahlschlag an unserer Kneipen- und Wirtshauskultur.“, bringt es JU-Vorsitzender Konrad Baur auf den Punkt.

Die letzten Wochen haben nach Ansicht der Jungen Union gezeigt, dass in den Betrieben von Kultur, Hotellerie, Gastronomie und Gewerbe die Hygienekonzepte sehr gut ausgearbeitet und umgesetzt werden. Auch das RKI führt nur eine sehr geringe Ansteckungsquote auf diese Branchen zurück. Baur: „Klar ist uns doch allen: das größte Infektionsrisiko geht vom Wirtshaus aus, wenn es geschlossen ist! Erst dann weichen viele aus Unvernunft auf private und völlig unkontrollierbare Feiern aus.“

Der Kreisverband der Jungen Union im Landkreis Traunstein schlägt deshalb vor, dass insbesondere dort wo ein funktionierendes Hygiene-Konzept vorliegt, der Betrieb auch weiterlaufen sollte: „Es würden mit dem Lockdown nun genau diejenigen bestraft werden, die in den letzten Wochen und Monaten sehr verantwortungsbewusst gehandelt haben“, so Baur.

Eine generelle Lockerung aller Maßnahmen sieht die Junge Union indes nicht für angebracht: „Die aktuellen Zahlen zeigen sehr deutlich, dass wir weit davon entfernt sind, die Pandemie überwunden zu haben“, so der JU-Vorsitzende. Die Junge Union appelliert deshalb eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, die notwendigen Kontaktbeschränkungen sowie Abstands- und Hygieneregeln umzusetzen. Die Maßnahmen seien laut Baur ingesamt zwar schmerzlich für uns alle, aber dennoch dringend notwendig. Baur: „Unser aller Gesundheit kann am besten durch Eigenverantwortung von jedem einzelnen von uns geschützt werden“.

Sehr positiv sieht die Junge Union in diesem Zusammenhang auch den Aufruf von Landrat Siegfried Walch, gerade in der aktuellen Zeit, die regionalen Betriebe zu unterstützen: „Kauft‘s Gutscheine bei den Geschäften und Wirten vor Ort, sonst gibt’s die Geschäfte und Wirte vor Ort vielleicht bald nicht mehr“, so Baur.

Pressemeldung Junge Union Kreisverband Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance / Axel Heimken/

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