Tipps von Fritz Stahl

Die Erfahrung weitergeben

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Traunstein - Zu einem Erfahrungs- und Meinungsaustausch haben sich die jungen Stadt- und Gemeinderatskandidaten sowie die Juso-Kreistagskandidaten der SPD aus dem Landkreis getroffen.

Auf Einladung der Jusos, die das Treffen organisiert haben, konnte dafür der Traunsteiner Altoberbürgermeister Fritz Stahl als Referent zur Kommunalpolitik begrüßt werden.

Alt-Oberbürgermeister Fritz Stahl

Stahl, der 18 Jahre an der Spitze der großen Kreisstadt stand, gab den jungen Kandidatinnen und Kandidaten dabei einen Überblick über die Aufgaben und Möglichkeiten als Kommunalpolitiker. Dabei hob er besonders hervor, dass die Kommunen als Selbstverwaltungskörperschaften im Rahmen der Gesetze in ihren Entscheidungen vor Ort unabhängig von Weisungen von „oben“ sind. Es ist jedoch für viele Kommunen problematisch, dass sie immer mehr Aufgaben übernehmen sollen, ohne dafür einen finanziellen Ausgleich zu erhalten. Ein Problem, das regelmäßig die Kommunalpolitik bestimmt und zu Konflikten mit der Staats- und Bundesregierung führt. Außerdem sprach er darüber, dass es besonders wichtig sei, Politik nach Überzeugung und mit Rückgrat zu machen. Zu den eigenen Entscheidungen müsse man im Nachhinein auch stehen.„Gebt keine Versprechen, die ihr nicht halten könnt“ diesen Rat gab Fritz Stahl am Ende seines Vortrags.

In der anschließenden Diskussion wurden viele konkrete Anliegen der Kandidatinnen und Kandidaten angesprochen:

Der Juso-Kreisvorsitzende und Gemeinde sowie Kreistagskandidat Josef Parzinger machte in der Diskussion auf die Wichtigkeit eines guten öffentlichen Nahverkehrs aufmerksam und betonte, dass es besonders wichtig ist, Bus und Bahnverbindungen stetig zu verbessern. Dazu brauche es moderne Medien bei der Fahrplanauskunft, wie beispielsweise eine Handy-App. Außerdem läge den Jusos die Erhaltung der Nachtexpresslinien besonders am Herzen, so der 20-jährige Bergener.

Benedikt Weigl und Dominik Winklmeier, beide Stadtratskandidaten in Traunstein betonten die Wichtigkeit der Beteiligung von Jugendlichen an politischen Entscheidungen und berichteten hierzu, dass die SPD in Traunstein einen Jugendbeirat anstrebe, um der Jugend eine Stimme zu geben. Dies stieß bei den anderen Kandidatinnen und Kandidaten auf große Zustimmung.

Nadja Schmuljevski und Anton Litzinger, beide kandidieren als Stadträte für die SPD in Traunreut, forderten, dass Kindern und Jugendlichen in jeder Lebensphase die Hilfe zukommt, die sie benötigen. Dazu sei es unerlässlich, Schulen, Vereine und sonstige Einrichtungen mit einer ausreichenden Anzahl an Sozialpädagogen und gegebenenfalls Streetworkern auszustatten. Diese Aufgabe obliege sowohl den jeweiligen Städten/Gemeinden, sowie auch dem Landkreis.

Anna-Maria Scheitzeneder, Kreistagskandidatin aus Schnaitsee sprach die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum an. „Damit unsere Dörfer attraktiv bleiben ist ein Hausarzt am Ort und ein Krankenhaus in der Umgebung wichtig. Der Kreistag muss im Rahmen seiner Möglichkeiten für eine ausreichende medizinische Versorgung auch auf dem Land sorgen“, so die 21-jährige Sozialversicherungsfachangestellte.

Die jungen Kandidatinnen und Kandidaten waren sich einig, dass es das Ziel sein muss, Politik für alle Menschen im Landkreis zu machen, nicht nur für die Jungen. Hierbei ist die Zusammenarbeit mit den erfahrenen Generationen besonders wichtig. Trotzdem ist es Aufgabe der jungen Kandidatinnen und Kandidaten einen eigenen Blickwinkel in die Kommunalpolitik einzubringen, neue Ideen zu entwickeln und damit innovativ die Entscheidungen in Gemeinde- und Stadträten sowie im Kreistag zu begleiten.

Pressemitteilung Jusos Traunstein

Rubriklistenbild: © re

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