Kampf um Ausbau der A8

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Traunstein - Die örtliche IHK fordert den raschen Ausbau der A8 auf sechs Spuren mit je einem Standstreifen pro Fahrtrichtung. Gegenwind kommt von der ÖDP, den Grünen und Bürgerinitiativen.

Für den Traunsteiner IHK-Vorsitzenden Werner Linhardt sind die Fakten eindeutig: Der Verkehr nehme laut Verkehrsgutachten in den kommenden Jahren zu, die heimische Wirtschaft brauche zudem bessere Straßen und einen Ausbau der Infrastruktur, um langfristig konkurrenzfähig bleiben zu können.

Die Forderung der Wirtschaft: Einen raschen sechsspurigen Ausbau der A8 von Rosenheim bis Salzburg. Mit Standstreifen sollen es nach der Vorstellung der IHK sogar acht Spuren werden. "Es gibt keine Alternative zur "Sechs plus Zwei-Lösung", sagt Linhardt gegenüber chiemgau24. Wenn unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig bleiben wolle, müsse die Politik die Wirtschaft unterstützen.

Gegenwind kommt von den Grünen: "Der Ausbau der A8 nach den Vorstellungen der IHK und einiger CSU-Bürgermeister würde zu einer totalen Verschandelung der einzigartigen Landschaft im Chiemgau führen", sagt Regina Georg, Kreisvorsitzende der Grünen in Rosenheim. Es werde zwar immer von Lärmschutz für die Bürger gesprochen, aber wenn die Autobahn immer näher an Wohngebiet rücke, dann würden auch keine Schallschutzwände mehr helfen.

Der Verein "A8-Bürger setzen Grenzen" plant am 1. März eine große Kundgebung in Übersee gegen einen achtspurigen Ausbau. Unter dem Motto "Vier plus Zwei" wollen sie ihre Vorstellungen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer diktieren, der an diesem Tag in Übersee an einem Planungsgespräch zum Ausbau der A8 teilnimmt. (sf)              

Rubriklistenbild: © sf

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